
Messdiener aus sieben Bistümern sind zur Wallfahrt nach Kevelaer eingeladen.
Ministranten pilgern nach Kevelaer
10.000 werden zur Messdienerwallfahrt erwartet
Bistum. Mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche werden am 29.08.2009 zur ersten nordwestdeutschen Ministrantenwallfahrt in Kevelaer erwartet. Wie die Verantwortlichen am Donnerstag (18.06.2009) in Münster mitteilten, nehmen Messdiener aus den Bistümern Münster, Osnabrück, Paderborn, Köln, Aachen, Hildesheim und Hamburg teil. Die Wallfahrt steht unter dem Motto "Ich glaub an dich!".
Er freue sich auf die Begegnung mit den Jungen und Mädchen, sagte Bischof Felix Genn, der ebenfalls an der Wallfahrt teilnehmen wird und den Messdienern aus dem Bistum Münster einen Impuls mit auf den Weg gibt. "Es ist wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen merken: Wir sind nicht allein", sagte Genn. Gerade Messdiener in kleinen Gemeinden hätten es oft schwer. Da sei es für sie wichtig zu sehen, dass es im Bistum Münster aber auch darüber hinaus viele Tausend Ministranten gebe.
Das Motto "Ich glaub an dich!" deutete Genn nicht nur als Glaubensbekenntnis des Menschen gegenüber Gott und als Zusage Gottes gegenüber dem Menschen, sondern auch als Zusage der Menschen untereinander: "Wie notwendig haben manche Kinder und Jugendliche heute die Erfahrung, dass einer zu ihnen sagt: Ich glaube an dich." Diese positive Botschaft könne man den Messdienern an einem solchen Wallfahrtstag geben.
Spirtualität und Begegnung
Das Programm besteht aus drei Teilen, erklärte Frank Rauhaus von der Abteilung Kinder- und Jugendpastoral im Bischöflichen Generalvikariat Münster: Die Messdiener reisen morgens aus ihren Gemeinden in die Kevelaerer Stadtteile, wo die sternförmige Wallfahrt beginnt. Die erwarteten rund 3.000 Ministranten aus dem Bistum Münster starten in Twisteden. Gegen 12 Uhr werden alle Teilnehmer auf dem Kapellenplatz zu einem gemeinsamen Gebet erwartet.
Anschließend beginnt das Begegnungsprogramm - eine Mischung aus Spirtualität, Begegnung und Aktion. Die Säulen der Ministrantenpastoral seien der litrugische Dienst und die gemeinsame Freizeitgestaltung, sagte Christian Wacker, Diözesanreferent für Messdienerarbeit. Mit der Wallfahrt wolle man das Leben und den Alltag der Kinder und Jugendlichen mit der Litiurgie zusammenbringen. Sie können an Wortgottesdiensten und Taizégesängen teilnehmen, Kirchenräume auf andere Art entdecken, Menschen treffen, die von ihrer Berufung erzählen, bei einem Tanzworkshop mitmachen, eine Bronzegießerei oder verschiedene Museen besichtigen. Zum Abschluss des Tages wird der Kölner Kardinal Joachim Meisner mit den Teilnehmern einen Gottesdienst feiern.
Geschenk für Kevelaer
Die Messdienerwallfahrt sei für Kevelaer "ein Geschenk", sagte der Geschäftsführer der Kevelaer-Wallfahrt, Rainer Killich. Gleichzeitig sei es eine große logistische Herausforderung: In einigen der Vororte werden Zeltlager aufgeschlagen, beim Sternmarsch wird eine Hauptverkehrsstraße überquert, Gottesdienste müssen verlegt und die Jugendlichen zum Abschluss des Tages mit Bussen abtransportiert werden. "Das ist nur durch die Mithilfe von vielen freiwilligen Helfern möglich", sagte Killich. Mindestens 300 Helfer seien vor und während der Veranstaltung im Einsatz. So würden unter anderem CB-Funker ein eigenes Nachrichtennetz aufbauen.
Anmeldungen zur Wallfahrt erfolgen über die jeweilige Pfarrgemeinde und sollten bis zum Beginn der Sommerferien vorliegen. Der Teilnehmerbeitrag für das Programm in Kevelaer und die Verpflegung beträgt zwei Euro pro Person. Hinzu kommen die Transportkosten. Bischof Genn appellierte an die Gemeinden, sich gegenüber den Messdienern großzügig zu zeigen: "Sie leisten einen wertvollen Dienst für die Gemeinden."
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Text: Almud Schricke | Foto: Michael Bönte
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