
- Perle für Perle ein Gebet: der Rosenkranz.
Leben und Sterben Jesu aus der Sicht Marias
Rosenkranz
Rosenkranz wird eine Perlenschnur genannt, die zum Abzählen gleichlautender Gebete benutzt wird.
Mit Hilfe dieser Perlenschnur werden Leben, Sterben und Verherrlichung Jesu aus der Sicht seiner Mutter Maria betrachtet. Jeder Gebetsabschnitt, "Gesätz" genannt, (von Satz = altes Wort für zusammengehörende Dinge), beginnt mit einem "Vaterunser", danach folgt zehnmal das Gebet "Gegrüßet seist du, Maria". Für fünf Gesätze sind Perlen auf der Rosenkranzschnur, also 55 Perlen. Hinzu kommen drei Perlen zur Betrachtung der göttlichen Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe und ein kleines Kreuz, bei dem das Glaubensbekenntnis gebetet wird.
Diese Art von Gebetswiederholung ist auf die Paternoster-Schnüre zurückzuführen, mit denen im Mittelalter des Lesens Unkundige eine bestimmte Aufeinanderfolge von "Vaterunser" zählten. Die heutige Form des Rosenkranzes als Mariengebet entwickelte sich erst im 15. Jahrhundert in Köln. Der Rosenkranz hat in unserer Zeit durch die Marienerscheinungen in Lourdes (1858) und Fatima (1917), wo Maria dieses Gebet empfahl, großen Aufschwung erhalten.
In Fatima wurde der Rosenkranz vor allem als Gebet zur Überwindung des Kommunismus empfohlen. Bekannt wurde auch die unblutige Revolution (1987) auf den Philippinen, die als "Rosenkranzrevolution" bezeichnet wurde.
Das Rosenkranzgebet ist vergleichbar mit dem "Jesusgebet des russischen Pilgers". Gebetsschnüre gibt es auch in anderen Religionen. Die Moslems haben eine Schnur mit 100 Perlen, wobei jede für eine Eigenschaft Allahs steht.
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Medientipp: Perlen des Gebets
Zum Herunterladen:
Gebetszettel mit Anleitung zum Rosenkranzgebet - (Hinweis: Zettel ausdrucken und knicken.)-
Das Apostolische Schreiben zum Rosenkranz
Quelle: Anton Magnus Dorn, Gerhard Eberts (Hrsg.): Redaktionshandbuch Katholische Kirche, München 1996 | Foto: Michael Bönte
Februar 2009
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