Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles  >  Kirche von A bis Z  >  P  >  Kirche von A bis Z: Papstwahl
17.08.2017
Artikel drucken
Logo kirchensite.
Sixtinische Kapelle
Erst wenn weißer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle aufsteigt, haben die Kardinäle abschließend gewählt.

Bis zu 120 Kardinäle unter 80 Jahren wahlberechtigt

Papstwahl

Nach dem Tod oder dem freiwilligen Rücktritt eines Papstes beruft der Dekan des Kardinalskollegiums das Konklave ein, die Versammlung der zur Papstwahl berechtigten Kardinäle. Es sind maximal 120 Männer. Kardinäle, die am Tag des Todes oder Rücktritts eines Papstes 80 Jahre oder älter sind, sind nicht zur Abstimmung zugelassen. Wer jedoch zwischen dem Beginn der Sedisvakanz und dem Beginn des Konklaves 80 Jahre alt wird, darf mitwählen.

Zwischen dem 15. und dem 20. Tag nach Beginn der Sedisvakanz beginnt die Wahl in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan. Sie findet hinter verschlossenen Türen statt, daher der Name "Konklave" (von lateinisch: "geschlossener Raum"). Während des Konklaves dürfen die Kardinäle keine Zeitungen lesen oder elektronischen Medien nutzen.

Nach einem Erlass Benedikts XVI. vom 25. Februar 2013 kann das Kardinalskollegium - die nicht Wahlberechtigten eingeschlossen - entscheiden, die Wahl aus wichtigem Grund vorzuziehen. Bedingung ist, dass alle Wahlberechtigten im Vatikan eingetroffen sind.

Ein Papst muss mit Zwei-Drittel-Mehrheit gewählt werden. Die Regel, dass nach 30 Wahlgängen eine Wahl mit absoluter Mehrheit erfolgen kann, hat Benedikt XVI. abgeschafft. Allerdings ist dann eine Stichwahl zwischen den beiden in Führung liegenden Kandidaten möglich. Gleichwohl bleibt die Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich.

Bleibt die Wahl nach drei Tagen ohne Ergebnis (vorgesehen sind, außer am Eröffnungstag, je zwei Wahlgänge vormittags und nachmittags), wird eine eintägige Gebets- und Denkpause eingelegt. Es folgen drei weitere Abschnitte von jeweils sieben Wahlgängen.

Nach jedem Wahlgang werden die Stimmzettel und Unterlagen verbrannt. War die Wahl nicht erfolgreich, wird dem Rauch eine Chemikalie beigemischt, die ihn schwarz färbt. Steigt weißer Rauch auf, ist ein Kardinal gewählt. Er wird gefragt, welchen Namen er wählt. Dann teilt der Kardinal-Protodiakon den auf dem Petersplatz wartenden Menschen den Namen des neuen Papstes mit, der dann seinen ersten Segen "urbi et orbi" erteilt.

Mehr zum Thema auf kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche von A bis Z: Papst
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche von A bis Z: Papstwahl - Dauer
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche von A bis Z: Konklave
  4. Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche von A bis Z: Kardinal
  5. Öffnet externen Link in neuem FensterÜbersicht: Konklave
  6. Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche von A bis Z: Urbi et Orbi

Text: jjo, pd | Foto: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
März 2013

Das Evangelium hören

Service für Sie

Facebook

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web


Anzeigen-Sonderthema


Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand