
- Pfarrer Thomas Frings bei der Palmweihe in Münster-Albachten.
Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem
Palmsonntag
Nach dem übereinstimmenden Bericht aller vier Evangelien ist Jesus vor seinem Leiden und Sterben feierlich in Jerusalem eingezogen. Die Menschen jubelten ihm zu, breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus und streuten grüne Zweige. Daran erinnert der Palmsonntag eine Woche vor Ostern.
Um 600 in Spanien und Gallien, vom 8. Jahrhundert an auch hierzulande setzte sich der Brauch durch, das Einzugsgeschehen dramaturgisch-liturgisch nachzuahmen. Anstelle orientalischer Palmen oder Ölbaumzweige führten die Gläubigen hiesige Grünzweige mit.
Im Mittelalter ritt ein Christus-Darsteller auf einem hölzernen Esel (Palmesel) in der Prozession mit. Die heutige Palmsonntagsliturgie am Eingang der Karwoche beginnt mit der Palmweihe außerhalb der Kirche.
Nach der Segnung der Palmzweige folgt die Prozession zur Kirche, wo im Wortgottesdienst der heiligen Messe der Bericht vom Leiden und Sterben Jesu ("Passion") gelesen wird. Es ist Brauch, die Palm-, Oliven- oder Buchsbaumzweige zuhause als segenbringende Zeichen am Kreuz zu befestigen.
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Text: Norbert Göckener, 12.04.2003 | Foto: Rita Rolf
Februar 2009
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