
- Das neue Jahr wird mit einem Feuerwerk begrüßt.
Stichwort
Neujahr
Zum Beginn eines neuen Jahres, am 1. Januar, feiert die katholische Kirche das "Hochfest der Gottesmutter Maria", zugleich den Welttag des Friedens. Mit diesem Tag endet die liturgische Festwoche (Oktav) nach Weihnachten, in der die Kirche in feierlicher Form der Geburt Jesu Christi gedenkt.
Gaius Julius Cäsar verlegte im Jahr 45 vor Christi Geburt in der nach ihm benannten julianischen Kalenderreform den Beginn des neuen Jahres vom 1. März auf den 1. Januar. Um den Kalender mit dem 365 Tage dauernden Sonnenjahr in Übereinstimmung zu bringen, wurde den zwölf Monaten des Jahres eine bestimmte Zahl von Tagen zugeordnet und alle vier Jahre zusätzlich ein "Schalttag" hinzu gefügt. Die Römer feierten den 1. Januar zu Ehren des (doppelgesichtigen) Gottes Janus in ausgelassener Freude. Mit den Feiern gingen allerlei abergläubische Bräuche und "Ausschweifungen" einher, wie es hieß.
Die Kirche versuchte dem entgegen zu steuern mit der Aufforderung zu Buße und Fasten. Die römische Kirche legte auf den 1. Januar den Gedenktag der Gottesmutter Maria. 1969 wurde der Tag schließlich im Rahmen der Liturgiereform zum Hochfest erhoben. In Gottesdiensten und Neujahrsandachten lenkt die Kirche am Weltfriedenstag das Augenmerk auf den Beginn des neuen Jahres, den nicht wenige Menschen mit Sorge betrachten, und sie mahnt die Dringlichkeit des Friedens für das Zusammenleben der Menschen, Völker und Staaten an.
Unser heutiger Gregorianischer Kalender, benannt nach Papst Gregor XIII., präzisierte den Julianischen Kalender noch einmal: Wichtigste Änderung der 1582 verkündeten Kalenderreform war eine Neuordnung der Schalttage, die seither innerhalb von 400 Jahren dreimal entfallen. Die Gregorianische Kalenderreform setzte sich erst nach und nach durch, so dass zeitweilig in Europa ein halbes Dutzend verschiedene Daten galten. In anderen Kulturkreisen und Religionen gibt noch heute verschiedene Termine für den Neujahrstag.
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31.12.2002
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