
- Namenstagskalender erinnern an die Gedenktage der Seligen und Heiligen.
Erinnerung an die Taufe
Namenstag
Es ist ein guter katholischer Brauch, nicht (nur) den Geburtstag, sondern auch den Namenstag zu feiern. Seit dem hohen Mittelalter wurde es üblich, den Kindern den Namen eines christlichen Heiligen zu geben und sie unter dessen Patronat zu stellen. Der reformatorische Kampf gegen die Heiligenverehrung intensivierte bei Katholiken den Brauch des Namenstages, der festlichen Begehung des alljährlichen Gedenktages des betreffenden Heiligen. Er ist zugleich eine Erinnerung an die Taufe, bei der man seinen Namen erhalten hat.
Es gibt rund 3.000 Heilige und Selige, die auf die einzelnen Kalendertage verteilt sind, aber nur rund 200 werden an einem Fest oder Gedenktag im deutschen Sprachraum erwähnt (Heiligenkalender).
Auch heute noch gilt, wie in einem christlichen Erbauungsbuch um die Jahrhundertwende begründet wird, warum einem Täufling der Name eines Heiligen gegeben wird:
"Erstens, um anzuzeigen, dass er durch die heilige Taufe in die Zahl der Christen, welche der heilige Paulus die Heiligen nennt, aufgenommen wird; zweitens, damit er einen besonderen Fürbitter und Beschützer habe; drittens, damit er nach dem Vorbilde des Heiligen, dessen Namen er trägt, sein Leben einzurichten sich befleiße." Abschließend heißt es: "Es ist daher höchst tadelnswert, Kindern in der Taufe heidnische oder andere ungeziemende Namen zu geben."
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Quelle: Dorn, Anton Magnus; Eberts, Gerhard (Hrsg.),
Redaktionshandbuch Katholische Kirche, München 1996 | Foto: Michael Bönte
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