
- Mitren werden individuell entworfen.
Traditionelle Kopfbedeckung
Mitra
Die Mitra ist eine traditionelle liturgische Kopfbedeckung und damit Teil der kirchlichen Amtstracht für Bischöfe. Auch Äbte tragen mitunter eine Mitra.
In der derzeit üblichen Form wird sie seit dem 11. Jahrhundert verwendet. Die Form ähnelt zwei spitz aufeinander zulaufenden Dreiecken. Auf dem Rücken fallen zwei Bänder herab, die symbolisch für das Alte und Neue Testament stehen. Häufig ist die Mitra mit aufwendigen Stickereien versehen.
Mitren werden individuell entworfen und entsprechend der jeweiligen Kopfgröße zugeschnitten. In der Regel erhält jeder Träger mindestens drei Mitren: die sogenannte Preciosa, eine aufwändig gestaltete Mitra für feierliche Anlässe, eine weitere für weniger feierliche Gottesdienste und eine dritte für den beruflichen Alltag.
Die Mitren werden häufig in Klöstern von Ordensschwestern hergestellt, die sich auf die Produktion von Paramenten spezialisiert haben. Sie werden in Handarbeit entweder aus Seide oder aus handgewebten Stoffen angefertigt. Die kostbareren Mitren werden darüber hinaus bestickt, oder es werden Schmuckelemente eingewebt.
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Text: jka/pe | Foto: Michael Bönte
18.01.2011
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