
- Tausende Pilger verehren die Gottesmutter an Orten von Marienerscheinungen wie etwa in Lourdes.
Mittlerrolle der Mutter Jesu
Marienerscheinung
Die Überzeugung, dass Maria als Mutter des Erlösers eine besondere Mittlerrolle hat, führte schon bald dazu, Maria zuzuschreiben, dass sie hörbar und sichtbar erscheint. Da solche Phänomene aber auch das Produkt von übersteigerten Frömmigkeitsformen oder einer lebhaften Phantasie sein können, zögert die Kirche sehr, solche Erscheinungen anzuerkennen.
Bevor eine Anerkennung erfolgt, werden die Erscheinungen und die Menschen, die angeben, ihnen sei Maria erschienen, genau geprüft. Wenn von der Kirche eine solche Erscheinung als gesichert angesehen wird, verpflichtet diese Anerkennung die katholischen Gläubigen nicht. Es wird lediglich gesagt, dass die angebliche Erscheinung nicht gegen Glaube und Sitte verstößt, dass die Botschaft, die verkündet wird, nicht der Bibel widerspricht und dass hinreichend vernünftige Gründe vorliegen, die Erscheinung öffentlich bekannt zu machen und zum Gegenstand eines Kultes werden zu lassen.
Die Zahl der abgelehnten Erscheinungen übersteigt bei weitem die der anerkannten. Bekannte Orte, die als Erscheinungsorte von der Kirche anerkannt wurden, sind u. a.: Lourdes (Frankreich), La Salette (Frankreich), Fatima (Portugal), Banneux (Belgien) Philippsdorf (Böhmen) und Guadelupe (Mexiko). In Deutschland gibt es keinen kirchlich anerkannten Erscheinungsort.
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Quelle: Dorn, Anton Magnus; Eberts, Gerhard (Hrsg.)
Redaktionshandbuch Katholische Kirche, München 1996 | Foto: Michael Bönte
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