
- Das Kreuz steht im Christentum für das unbegreifliche Sterben des unschuldigen Gottessohnes Jesus.
Kirche tat sich zunächst schwer mit Abbildungen
Kreuz
Schon der Apostel Paulus war sich darüber im klaren, dass die Verkündigung des am Kreuz gestorbenen Jesus Christus nicht leicht verständlich ist: Im ersten Korintherbrief schreibt er, dass dies "für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit" sei. Für die Christen selber aber sei es "Gottes Kraft und Gottes Weisheit".
Das Kreuz steht im Christentum für das unbegreifliche Sterben des unschuldigen Gottessohnes Jesus und gleichzeitig für die Überwindung des Todes durch seine Auferstehung. Dies ist der Kern der christlichen Botschaft. Das Kreuz ist demnach das zentrale Zeichen für das Christentum und seine wichtigsten Überzeugungen.
Zu Beginn ihrer Existenz tat sich die Kirche schwer mit Abbildungen des Kreuzes, war doch die Kreuzigung in der Antike die schändlichste und wohl auch grausamste Form der Todesstrafe. Erst seit dem zweiten Jahrhundert sind Kreuzesabbildungen an christlichen Gräbern nachgewiesen.
Im vierten Jahrhundert gewann die Darstellung an Bedeutung: Die Erzählung von der Kreuzesvision des Kaisers Konstantin ist ein Beleg dafür. Kreuze des ersten Jahrtausends waren reich geschmückt mit Edelsteinen und Perlen, während die Darstellung des Gekreuzigten nicht üblich war.
Als sie in der romanischen Kunst häufiger wurde, stellte sie nicht die historische Szene dar, sondern den triumphierenden Christus stehend mit langem Gewand und meist mit Krone. Erst in der Gotik zeigten Künstler realistischer Schmerz und Tod.
In der Liturgie wird das Kreuz bei Prozessionen vorangetragen; jede Kirche hat meist mehrere Kreuzesdarstellungen. Viele Christen haben in ihren Wohnungen ein Kreuz aufgehängt; nicht wenige tragen es um den Hals als Zeichen für ihren Glauben.
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