
- Baptisteriumsportal in Florenz: Johannes der Täufer bei der Taufe des Volkes.
Der Vorläufer Jesu Christi
Johannes der Täufer
Die Kirche verehrt Johannes in einer Weise, die ihn vor die Märtyrer und Apostel, gleich nach Maria und den Engeln einstuft. Der Grund dafür ist, wie das Neue Testament bezeugt, die Berufung des Propheten Johannes (heb. Johanan = Gott ist gnädig) zum Vorläufer Jesu.
Nach einem längeren Aufenthalt in der Wüste, der ihn wahrscheinlich mit der Gemeinschaft von Qumran in Verbindung brachte, tritt er um das Jahr 28 n. Chr. öffentlich auf, spendet eine Taufe zur Vergebung der Sünden, die auch Jesus empfängt, und sammelt Jünger um sich. Einen Teil dieser Jünger führt Johannes zu Jesus mit dem Hinweis: "Er ist größer als ich."
Als Johannes den Ehebruch des Herodes öffentlich anprangert, wird er von diesem gefangen gesetzt und nach dem Tanz der Salome auf Betreiben der Herodia, der Ehefrau des Herodes, enthauptet.
Sein ältester Gedenktag ist im Osten der 7. Januar, ein Begleitfest zum Tauftag Christi, der ursprünglich zusammen mit dem Dreikönigsfest am 6. Januar gefeiert wurde. Bereits der Kirchenlehrer Augustinus (+ 430) kennt jedoch die Feier seines Geburtstags am 24. Juni, sechs Monate (in Anspielung auf Lukas 1,36) vor Christi Geburt.
Außerdem sieht man in diesem Tag, an dem die Tage wieder kürzer werden, eine Anspielung auf das Wort des Johannes: "Er (Jesus) muss zunehmen, ich muss kleiner werden" (Joh 3,30).
In der Nacht zum Johannestag werden die Johannisfeuer angezündet, die ursprünglich Sonnwendfeuer darstellen.
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Quelle: Dorn, Anton Magnus; Eberts, Gerhard (Hrsg.),
Redaktionshandbuch Katholische Kirche, München 1996 | Foto:
KNA
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