
- Mit Gebet und Salbung erhalten Glocken eine eigene Weihe.
Ruf zu Gebet und Gottesdienst
Glocken
Glocken gab es zunächst nur in den Klöstern, wo sie die einzelnen Gebetszeiten anläuteten. Sie sind seit dem 6. Jahrhundert bekannt. Die Glocken kündigen den Gottesdienst an. Gleichzeitig unterrichten sie die Daheimgebliebenen über den Fortgang der Feier.
Schließlich wird seit dem Hochmittelalter durch die Glocken am Morgen, Mittag und Abend zum Gebet des "Engel des Herrn" eingeladen, (auch Angelusläuten genannt; lat: Angelus = Engel). Dieses von der Kirche empfohlene Gebet beginnt mit den Worten "Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft…."
Mehrere sorgfältig aufeinander abgestimmte Glocken bezeugen Dankbarkeit und Freude etwa bei Prozessionen und Empfängen. Beim Tod oder Begräbnis eines Menschen läutet die dunkle Totenglocke.
Die Glocken erhalten eine eigene Weihe, die durch Gebet und Salbung die Glocken in den Dienst der Kirche nimmt. Oftmals wurden Glocken auch benutzt, um durch Lärm die bösen Geister zu vertreiben.
Glockengeläut findet heute nicht mehr ungeteilte Zustimmung. Manche halten sie vor allem in der Enge der Städte für störend. Andere glauben, es sei angesichts der Not in der Welt nicht zu verantworten, Glocken anzuschaffen.
Mehr zum Thema in kirchensite.de:
Quelle: Dorn, Anton Magnus; Eberts, Gerhard (Hrsg.),
Redaktionshandbuch Katholische Kirche, München 1996 | Foto: Bönte
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