
- Vom 18. bis 25. Januar wird in mehr als 70 Ländern für die Einheit der Christen gebetet.
Ökumenische Kreise beten in mehr als 70 Ländern
Gebetswoche für die Einheit der Christen
In mehr als 70 Ländern begehen Christen jedes Jahr in der Zeit vom 18. bis 25. Januar die Weltgebetswoche für die Einheit der Christen. Der 25. Januar wurde gewählt, weil an diesem Tag das Fest der Bekehrung des heiligen Paulus vor Damaskus (Apg 9,1-9) gefeiert wird. In Deutschland wird die Gebetswoche von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) ausgerichtet.
Seinen Ursprung hat der Gedanke für diese Gebetswoche in England. In der 1857 gebildeten "Association for the promotion of the unity of Christendom" (Vereinigung zur Förderung der Einheit der Christenheit) hatten sich Anglikaner, Katholiken und orthodoxe Christen zusammengefunden, die eine Wiedervereinigung unter dem Papst als einen Garanten kirchlicher Einheit anstrebten.
Nach anfänglichem Verbot durch die katholische Kirche griff Papst Leo XIII. Ende des 19. Jahrhunderts das Gebetsanliegen für die Einheit aller Christen auf und setzte als Zeit hierfür die Tage zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten fest. Der Weltrat der Kirchen rief 1920 seinerseits in der Woche vor Pfingsten zum Gebet für die Einheit auf.
Erst 1941 kam es zu der einheitlichen Regelung, die Zeit für die Gebetsoktav auf den Januar festzulegen. Während bisher jede religiöse Gruppierung für sich gebetet hatte, wird seit 1968 die Gebetswoche ökumenisch begangen.
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