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Unterstützung in Deutschland, Skandinavien und dem Baltikum
Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken
Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken fördert die Seelsorge in den Diaspora-Gebieten Deutschlands, Nordeuropas und im Baltikum. Laien gründeten es am 4. Oktober 1849 als "Bonifatiusverein". 1974 dehnte das Werk seine Hilfe auf Nordeuropa aus, 1995 auf Estland und Lettland. Eine Förderung Litauens, wo Katholiken in der Mehrheit leben, erfolgt nicht. Im Bistum Münster wird vor allem der Norden des Oldenburger Landes unterstützt.
Das Bonifatiuswerk fördert zum Beispiel den Bau und die Renovierung von Kirchen, Klöstern, Gemeindezentren, Schulen und Bildungshäusern. Für Seelsorger in Flächenpfarreien werden Autos mitfinanziert. Zudem unterstützt das Hilfswerk die Aus- und Weiterbildung von Priestern. Um die Glaubensweitergabe sorgt sich seit 1885 die Diaspora-Kinder- und Jugendhilfe. Sie bezuschusst Jugendfreizeiten sowie Material für den Religionsunterricht, die Erstkommunion- und Firmvorbereitung.
Seit 1949 besteht die Motorisierende Innerdeutsche Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft (MIVA). Sie fördert den Kauf von Kleinbussen, die in Diaspora-Gemeinden Katholiken aus entfernten Gebieten zur Sonntagsmesse, zum Religionsunterricht oder zu anderen Anlässen bringen.
Dem Bonifatiuswerk kommt die Kollekte in den Gottesdiensten am Diaspora-Sonntag zugute. Er wird bundesweit am dritten Sonntag im November begangen. Auch Einzelspenden sind möglich. Nach eigenen Angaben erhält das Werk keine öffentlichen Gelder und nur geringe Kirchensteuermittel, zweckgebunden für einzelne Aufgaben in Nordeuropa. Ähnlich wie das Bonifatiuswerk unterstützen auch die Ansgar-Werke – zum Beispiel eines im Bistum Münster – die Katholiken in der Diaspora.
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Text: Jens Joest | Foto: pd
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