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10.12.2016
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Martin Luther.

Statue des Reformators Martin Luther beim Ökumenischen Kirchentag 2010 in München.

Zeremonie in Lund mit dem Lutherischen Weltbund

Papst reist zu Reformationsgedenken nach Schweden

Vatikanstadt / Lund. Papst Franziskus will mit den Spitzen des Lutherischen Weltbunds (LWB) des 500. Jahrestags der Reformation gedenken. Wie Vatikan und LWB am Montag (25.01.2016) bekanntgaben, nimmt der Papst am 31. Oktober 2016 an einer Zeremonie in Lund (Schweden) teil, ebenso wie LWB-Präsident Bischof Munib Younan und der Generalsekretär des Bundes, Martin Junge.

Bei der Zeremonie sei ein gemeinsames Gebet vorgesehen, heißt es in der Erklärung. Es fuße auf der jüngst veröffentlichten katholisch-lutherischen Gebetsordnung für das ökumenische Gedenken an die Reformation.

"Christozentrischer Zugang"

Der vatikanische "Ökumene-Kardinal" Kurt Koch, sagte, es gehe hierbei nicht darum, "in einer pragmatischen Weise", sondern "in einem tiefen Sinn" des Glaubens an den auferstandenen Christus zu gedenken. Möglich sei dies, weil sich Lutheraner und Katholiken auf die Frage nach Gott und einen "christozentrischen Zugang" konzentrierten, zitiert die Erklärung den Präsidenten des Päpstlichen Rats für die Einheit der Christen.

LWB-Generalsekretär Junge erklärte, der Weltbund nähere sich dem Gedenken an die Reformation im "Geiste der ökumenischen Zuverlässigkeit" an. Er sei überzeugt, die Arbeit für eine Versöhnung zwischen Lutheranern und Katholiken fördere zugleich Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung in der Welt.

Folgen für denkbaren Deutschland-Besuch unklar

Weitere Angaben zur Veranstaltung in Lund machten Vatikan und LWB zunächst nicht. Die Zeremonie sei aus der Auseinandersetzung mit dem Dokument "Vom Konflikt zur Gemeinschaft" zum gemeinsamen Reformationsgedenken 2017 entstanden. Dies hatten Vatikan und LWB 2013 veröffentlicht.

Die katholische Nordische Bischofskonferenz äußerte sich erfreut über die Zusage des Papstes. Sprecherin Anna Mirijam Kaschner sprach auf Anfrage der Katholischen Nachrichtenagentur von einem "Riesenschritt für die ökumenische Zusammenarbeit". Ob der Papstbesuch länger als einen Tag dauern und mit weiteren Terminen verbunden wird, ist noch nicht bekannt. Ebenso unklar ist, ob der Lund-Besuch mögliche Reisepläne des Papstes zum Reformationsgedenken 2017 in Deutschland berührt.

Lund war 1947 Gründungsort des Lutherischen Weltbundes; heute ist die Organisation in Genf ansässig. Sie zählt nach eigenen Angaben 145 Mitgliedskirchen mit 72 Millionen lutherischen Christen. 2017 jährt sich der Beginn der Reformation zum 500. Mal. Sie geht auf Martin Luther zurück.

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Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
25.01.2016

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