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25.05.2016
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Erzbischof Gerhard Ludwig Müller (li.) und Kurienkardinal Walter Kasper.

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller (li.) und Kurienkardinal Walter Kasper.

"Grundlagen stehen nicht zur Disposition für ein Plebiszit"

Müller und Kasper uneins beim Umgang mit Geschiedenen

Passau / Hamburg. Zum Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen gibt es in der römischen Kurie offenbar unterschiedliche Ansichten. Der Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, verteidigte am Donnerstag (12.12.2013) seine Position. Kurienkardinal Walter Kasper argumentiert liberaler.

Der "Passauer Neuen Presse" sagte Müller, er habe nicht von einer "Beendigung der Diskussion" gesprochen, sondern ihre "Grundlagen in der Lehre Christi und der Kirche" erläutert. Diese stünden "nicht zur Disposition für ein Plebiszit". Eine "verantwortungsvolle Pastoral baut immer auf der gesunden Lehre auf und orientiert sich an ihr".

Kasper: "In Einzelfällen" zur Kommunion zulassen

Müller hatte in der Vatikan-Zeitung "Osservatore Romano" erläutert, warum es für das Verbot des Sakramentenempfangs bei wiederverheirateten Geschiedenen keine Ausnahme geben könne. Der Münchner Kardinal Reinhard Marx und der Trierer Bischof Stephan Ackermann hielten dagegen, der Präfekt könne die Diskussion nicht einfach mit einer autoritativen Stellungnahme beenden.

Kardinal Kasper plädierte in der Wochenzeitung "Die Zeit" dafür, wiederverheiratete Geschiedene "in Einzelfällen" zur Kommunion zuzulassen: "Christen, die aus dem Glauben mit der Kirche leben wollen, die einsehen, dass sie Fehler gemacht haben beim Bruch der ersten Ehe, die auch bereuen – für sie sollte es einen Weg geben, wieder voll am christlichen und kirchlichen Leben teilzunehmen. Was bei Gott möglich ist, nämlich Vergebung, das sollte auch der Kirche gelingen." Wer sich aber "bloß scheiden lässt, um mit der jungen Sekretärin wegzulaufen", der sei ein "Schuft".

Müller: Gutes Verhältnis zum Papst

Der Umgang mit Wiederverheirateten ist auch Thema einer außerordentlichen Weltbischofssynode im Oktober 2014. Mit Blick auf diese sprach sich Kasper für "Änderungen und Öffnungen" aus. Der Kardinal leitete bis 2010 den Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen und gilt weiter als einer der wichtigsten Denker im Vatikan.

Präfekt Müller widersprach in seinem Interview dem Eindruck, er und Papst Franziskus seien Gegner. "Gegen schlechte Fantasien helfen keine rationalen Argumente", sagte Müller. Franziskus habe ein "brüderliches und freundschaftliches Verhältnis zu allen seinen engsten Mitarbeitern".

Müller: Mangelnde Solidarität mit Limburgs Bischof

Mangelnde Solidarität mit Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat der Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, beklagt. Es sei nicht christlich, "wenn man sich bei einer der schmutzigsten und menschenverachtenden Kampagnen gegen einen Menschen, Mitchristen, Seelsorger und Bischof wegduckt", sagte Müller der "Passauer Neuen Presse". Seine Kritik adressierte er nicht genauer. In der Affäre um den Neubau des Limburger Diözesanzentrums hatten sich auch deutsche Bischöfe von Tebartz-van Elst distanziert.

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Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, jjo | Foto: Jens Joest, Jürgen Kappel
12.12.2013

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