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27.05.2016
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Bischof Tebartz-van Elst.

Sieht in dem 31-Millionen-Euro-Projekt keinen "Protzbau": Bischof Tebartz-van Elst.

Tebartz-van Elst weist Vorwürfe zurück:

"Ich brauche keinen pompösen Lebensstil"

Berlin / Frankfurt / Limburg. Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat sich erstmals nach dem Bekanntwerden der neuesten Zahlen selbst zu den hohen Baukosten von rund 31 Millionen Euro für das Diözesanzentrum und bischöfliche Haus geäußert. Im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung (10.10.2013) sagte Tebartz-van Elst: "Bei der Zahl erschrickt man, das verstehe ich. Aber dahinter stehen zehn einzelne Bauprojekte. Man muss viele Details kennen, etwa die Auflagen des Denkmalschutzes. Wir haben ein Diözesanes Zentrum auf nachhaltige Weise gebaut, so dass es auch noch kommenden Generationen zur Verfügung stehen wird."

Den Vorwurf, es handle sich um einen "Protzbau" wies der Bischof zurück. Dass dem nicht so sei, "davon kann sich ja jeder selbst überzeugen. Wir bieten monatlich Führungen durch das Haus an. Wer mich kennt, weiß, dass ich keinen pompösen Lebensstil brauche."

Auch von Verschwendung könne nicht die Rede sein, betonte Tebartz-van Elst. Er halte sich an die Vereinbarung mit Kardinal Giovanni Lajolo, der im Auftrag des Papstes die Angelegenheiten untersucht habe, und überlasse alle Unterlagen einer Prüfkommission der Bischofskonferenz: "Das Ergebnis dieser Überprüfung sollte man abwarten, bevor man den Stab über mich bricht."

Auch andere Verantwortliche?

Die Verantwortung für die immer weiter gestiegenen Kosten weist der Bischof nicht zuletzt dem Vermögensverwaltungsrat des Bistums zu: Dieser begleite seit der Inkraftsetzung der Satzung des Bischöflichen Stuhls im Frühjahr 2011 das Bauprojekt auf dem Limburger Domberg. Laut Satzung würden alle Beschlüsse des Vermögensverwaltungsrates erst durch die schriftliche Zustimmung des Bischofs wirksam, so Tebartz-van Elst: "Aber ich will die Verantwortung nicht auf andere schieben. Als Bischof trage auch ich die Verantwortung."

Zudem fühlt sich der Bischof in der Öffentlichkeit falsch dargestellt und gibt den Medien eine Mitschuld an den Skandalmeldungen über sein Bistum: "Viele Gläubige wissen sehr wohl zu unterscheiden zwischen den Fehlern, die tatsächlich gemacht wurden, und dem, was in den Medien daraus wird. Am Wochenende will ich mich in einem Brief an die Gläubigen des Bistums wenden und manches klarstellen."

Glaubwürdigkeitsverlust

Indes hat der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, angesichts der Vorwürfe gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst eine rasche Klärung verlangt. Die jetzige Situation sei unerträglich, sagte Glück am Donnerstag (10.10.2013) dem rbb-Inforadio: "Auf jeden Fall können wir nicht eine längere Hängepartie verkraften. Möglicherweise kann die Entscheidung nur in Rom fallen", sagte Glück. Wichtig sei eine transparente Klärung der Vorwürfe gegen den Bischof. "Darauf haben die Katholiken in Deutschland einen Anspruch, aber auch die gesamte Öffentlichkeit."

Einen "beängstigenden Umgang mit der Wahrheit" und "bewusste Fälschung" werfen das Präsidium der Limburger Diözesanversammlung und der Vorstand des Diözesansynodalrats dem Bischof von Limburg, Franz-Peter Tebartz-van Elst, vor. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (10.10.2013) unter Bezugnahme auf eine entsprechende Stellungnahme der beiden Gremien. Die Baukosten schlügen dem Fass den Boden aus, sagte die Präsidentin der Diözesanversammlung, Ingeborg Schillai, der Zeitung. Der Glaubwürdigkeitsverlust sei enorm groß. Der Bischof stehe dem Verkündigungsauftrag der Kirche im Weg. Die Diözesanversammlung ist die gewählte oberste Vertretung der Laien im Bistum Limburg, der Diözesansynodalrat das oberste Beratungsgremium des Bischofs.

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Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
10.10.2013

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