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29.06.2016
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Dorothea Sattler.

Dorothea Sattler, Ökumene-Professorin in Münster.

Ökumene-Expertin Dorothea Sattler bemängelt EKD-Familienpapier

"Weder Luthers Sicht noch ökumenischer Stand"

Münster. Als deutliche "Belastung" des Dialogs zwischen den Konfessionen bewertet die münstersche Ökumene-Expertin Dorothea Sattler das Positionspapier zur Familienpolitik, das die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) jüngst veröffentlicht hat. In einem Interview mit dem Onlineportal "katholisch.de" beklagt die Direktorin des Ökumene-Instituts der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Münster am Dienstag (26.06.2013), Martin Luthers Satz von der Ehe als "weltlich Ding" werde in dem EKD-Dokument so zitiert, dass der Eindruck entstehe, allein die menschliche Entscheidungsfreiheit für die Ehe sei wichtig. "Das ist aber in Wirklichkeit weder die Sicht Luthers noch der ökumenische Stand – wir sind in den Gesprächen bereits weiter." Statt die gemeinsamen ökumenischen Ergebnisse in das Papier aufzunehmen, würden "alte Kontroversen bemüht".

Eindeutige Bibelaussagen nicht berücksichtigt

Sattler, die auch Mitglied der Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz und Delegierte in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen auf Bundesebene ist, bemängelte im Interview mit "katholisch.de" zudem die Schriftauslegung des EKD-Papiers: "Der biblische Appell an die christliche Versöhnungsbereitschaft, also der Aspekt einer lebenslang angestrebten Bindung, kommt in dem Text zu kurz." Eindeutige Aussagen der Bibel zur Ehe seien "nicht in genügender Weise gesichtet" worden: "Dass der Mensch nicht trennen soll, was Gott verbunden hat, wird vollkommen ausgeklammert", sagte Sattler.

Darüber hinaus wundere sie sich, wie weit der EKD-Text beim Thema Homosexualität gehe und sogar Verständnis für die Adoptionswünsche gleichgeschlechtlicher Paare äußere. Das sei eine Position, "die weltweit innerevangelisch hochumstritten ist", sagte Sattler.

Sie wolle zwar nicht von einer "gezielten Provokation" sprechen, befürchte aber ein weiteres Auseinanderdriften von katholischer und evangelischer Kirche in ethischen Fragen. Sattler beklagte, dass bei der Erstellung von Dokumenten dieser Art kein Beobachter der jeweils anderen Konfession dabei sei. "Man wird vom Ergebnis überrascht, ohne im Prozess beteiligt zu sein. Und das ist ungut."

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Familie und Familienpolitik
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Ökumene

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.katholisch.de (Das Interview im Wortlaut)

Text: Markus Nolte | Foto: Markus Nolte
26.06.2013

    1. Dossier: Familie und Familienpolitik
    1. Übersicht: Ökumene

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