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11.12.2018
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Ignatius von Loyola.

Ignatius von Loyola gründete den Jesuitenorden.

Ordensleute als Päpste – und der Orden von Papst Franziskus

Ein Jesuit als Kirchenoberhaupt

Vatikanstadt. Mit dem Jesuiten Jorge Mario Bergoglio wurde ein Ordensmann Papst. Zwar sind viele Orden in unseren Breiten fast noch stärker in der Nachwuchskrise als die Riege der Weltpriester. Doch in Lateinamerika, Afrika oder Asien sieht die Lage oft besser aus, zumal in missionarisch tätigen Gemeinschaften.

Historisch gesehen war die Zeit mal wieder reif für einen Ordens-Papst. Der bislang letzte war Gregor XVI. Dieser – einziger Kamaldulenser unter den Päpsten – starb 1846, vor 167 Jahren. Das dürfte die längste Zeit ohne Ordensmann an der Kirchenspitze sein, seit es das abendländische Mönchtum gibt.

Die Jesuiten

Kein Jesuit war bislang Papst. Die von Ignatius von Loyola (1491-1556) gegründete "Societas Jesu" ist zwar die größte männliche katholische Ordensgemeinschaft, die Mitglieder legen aber – neben den Gelübden zu Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam – ein Zusatzversprechen ab, nicht nach kirchlichen Ämtern zu streben. Das mag ein Grund sein dafür, dass Franziskus der erste Jesuit auf dem Stuhl Petri ist. Charakteristisch ist auch, dass Jesuiten dem Papst besonderen Gehorsam versprechen.

Jesuiten sind keine Mönche, sie führen kein Klosterleben, tragen keine Ordenskleidung. Aufgabenfelder sind traditionell Schulen, Universitäten, die Priesterausbildung, seit einiger Zeit auch die Medienarbeit. Jesuiten gelten, nicht zuletzt wegen ihrer exzellenten Ausbildung und ihrer strengen geistlichen Übungen (Exerzitien), als intellektuelle Elite des Katholizismus. Ihre römische Hochschule "Gregoriana" ist die renommierteste Päpstliche Universität. In 125 Ländern leben 19.000 Jesuiten, davon rund 400 in Deutschland.

Die Zeit der Ordens-Päpste

Die meisten Päpste stellte der älteste, der Benediktinerorden, der bis 1119 quasi ein Ordensmonopol besaß und es auf zehn bis 15 Pontifikate bringt. Genau sind die Quellen nicht, doch unter den Benediktiner-Päpsten sind so namhafte wie Gregor der Große (590-604, Ordensmitgliedschaft nicht sicher), Gregor VII. (1073-1085) und Urban II. (1088-1099). Auch ein deutscher Papst folgte ursprünglich dem "Ora et labora" des heiligen Benedikt: Stephan IX. (1057 / 58).

Die große Zeit der Ordens-Päpste ist zugleich die Blütezeit der Orden selbst: Im elften und zwölften Jahrhundert kamen 13 Päpste aus Orden. Auffällig ist, dass kaum einer der damals tonangebenden Orden heute im Kardinalskollegium vertreten ist: kein Benediktiner, kein Augustiner-Chorherr (immerhin fünf Päpste), kein Zisterzienser. Von den 115 Papstwählern 2013 sind 17 Ordensmänner, verteilt auf Westeuropa (fünf), Lateinamerika (vier), Nordamerika sowie Osteuropa (je drei), Asien und Afrika (je einer).

Die Franziskaner, die drei Päpste stellten, waren 2013 immerhin mit drei Kardinälen im Konklave vertreten. Die Dominikaner brachten es auf zwei Papstwähler: den Wiener Kardinal Christoph Schönborn und den Prager Dominik Duka. Im Aufwind zeigen sich seit längerem die Salesianer Don Boscos mit diesmal vier Wählern, darunter Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone und Oscar Andres Rodriguez Maradiaga aus Honduras.

Nicht-Europäer als Päpste

Franziskus ist der erste Südamerikaner auf dem Stuhl Petri und der erste Nicht-Europäer seit 1272 Jahren: Gregor III., der aus Syrien kam, war bis zum Jahr 741 Papst. Die bisherigen nicht-europäischen Päpste stammen nach Angaben von Kirchenhistorikern aus Asien (Kleinasien) und Afrika. Auch der erste Papst war Nicht-Europäer: Simon Petrus stammte aus Kapharnaum ...

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Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, jjo | Foto: Archiv
15.03.2013

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