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29.07.2016
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Bischof Ackermann

Bischof Ackermann: Die Leitlinien der Bischofskonferenz sehen vor, dass die Täter nach einer forensisch-psychiatrischen Begutachtung eingesetzt werden können, allerdings nicht als normaler Pfarrer und in der Kinder- und Jugendarbeit.

"Null Toleranz gegenüber dem Verbrechen sexueller Gewalt"

Ackermann verteidigt Umgang mit pädophilen Priestern

Köln/Trier. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat den Seelsorgeeinsatz von pädophilen Priestern unter Bedingungen verteidigt. Die Betroffenen seien von Forensikern begutachtet worden und nach den kirchlichen Leitlinien von 2010 nur "in eingeschränkten Feldern und mit Auflagen" tätig, sagte der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz dem Kölner "domradio" (19.03.2012).

Wer keine Einsicht zeige und sich weder seiner Neigung noch seiner Schuld stelle, werde ganz aus dem Dienst entfernt. Die Bischöfe müssten aber klären, ob auch reuige und von Experten begutachtete Missbrauchstäter künftig noch seelsorglich eingesetzt werden könnten.

"Mit Tätern als Menschen und Priester umgehen"

Laut Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sind im Bistum Trier mindestens sieben als pädophil aufgefallene Pfarrer im Einsatz. Ackermann betonte, dass es "null Toleranz gegenüber dem Verbrechen sexueller Gewalt" gebe. "Der Spiegel" spreche über rechtskräftig verurteilte Täter und überwiegend verjährte Fälle.

Die Leitlinien der Bischofskonferenz sähen vor, dass die Täter nach einer forensisch-psychiatrischen Begutachtung eingesetzt werden können, allerdings nicht als normaler Pfarrer und in der Kinder- und Jugendarbeit. "Das ist der Weg, mit dem wir versuchen, mit den Tätern als Menschen und Priester umzugehen - ohne das Verbrechen zu tolerieren", so Ackermann.

Präventionsgesichtspunkte

Er wies den Vorwurf als vollkommen überzogen zurück, dass der Einsatz solcher Männer unverantwortlich sei. Auch unter Präventionsgesichtspunkten sei es besser, wenn sie als Mitarbeiter in der Kirche blieben und überwacht würden. "Wenn jemand aus dem Klerikerstand entlassen wird, ist der Bischof der Verantwortung entledigt", so Ackermann.

Er nannte es auch problematisch, pädophile Priester wie in früheren Jahrzehnten im Archiv, der Bibliothek oder der Verwaltung einzusetzen. Denn auch in diesen Bereichen müssten Mitarbeiter Qualifikationen mitbringen.

Leitlinien überprüfen

Ackermann schlug vor, auf Ebene der Bischofskonferenz die zunächst auf drei Jahre befristeten Leitlinien zu überprüfen. Im Moment sehe er grundsätzlich allerdings keinen Änderungsbedarf. Ausnahme sei lediglich die Frage nach einem völligen Seelsorgeverbot für sämtliche Missbrauchstäter.

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