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27.06.2016
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Ostertermin.

In diesem Jahr feiern Katholiken und Protestanten die Auferstehung Jesu, das höchste Fest der Christenheit, am 8. April, die orthodoxe Weltkirche begeht Ostern am 15. April.

"Gemeinsames Zeugnis gegenüber der nichtchristlichen Welt"

Katholiken und Orthodoxe für gemeinsamen Ostertermin

Paderborn. Die katholischen und orthodoxen Bischöfe in Deutschland drängen auf einen gemeinsamen Ostertermin der Christen weltweit. Die unterschiedlichen Ostertermine schmälerten das "gemeinsame Zeugnis von Katholiken und Orthodoxen gegenüber der nichtchristlichen Welt", heißt es in einer am Dienstag (13.03.2012) in Paderborn vorgestellten Broschüre der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland.

Darin setzen sich die beiden Kirchen dafür ein, dass die Bemühungen um einen gemeinsamen Ostertermin beider Kirchen intensiviert werden. Die äußere Trennung stelle zwar die tiefe Übereinstimmung im Osterglauben nicht in Frage, heißt es. Dennoch sei ein einheitlicher Ostertermin ein wichtiges Zeichen gegenüber Nichtchristen.

"Zeugnis gemeinsamen Glaubens"

In diesem Jahr feiern Katholiken und Protestanten das höchste Fest der Christenheit am 8. April, die orthodoxe Weltkirche begeht Ostern am 15. April. Die unterschiedlichen Termine hängen mit der Kalenderreform Papst Gregors XIII. im Jahr 1582 zusammen. Die orthodoxen Kirchen habe diese Reform teilweise nicht anerkannt und richten sich weiter nach dem auf Julius Caesar zurückgehenden Julianischen Kalender.

Der griechisch-orthodoxe Metropolit Augoustinos von Deutschland zeigte sich bei der Vorstellung der Broschüre über "Ostern - Das Hauptfest der Kirche in Ost und West" überzeugt, dass der Text ein wichtiges "Zeugnis gemeinsamen Glaubens in einer zunehmend glaubensfernen Gesellschaft" sei. Die praktische Ökumene habe auch eine missionarische Dimension, betonte der Erzbischof, der Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz ist.

Erläuterungen zum Osterfestkreis

Der Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller, äußerte die Hoffnung, dass die 26-seitige Broschüre katholische wie orthodoxe Gläubige dazu anrege, "sich durch die Beschäftigung mit den Riten und Bräuchen der eigenen wie der jeweils anderen Kirche die zentrale Botschaft des christlichen Glaubens neu zu vergegenwärtigen".

Die im Auftrag der Gemeinsamen Kommission der beiden Bischofskonferenzen erstellte Schrift erläutert den Osterfestkreis vom Beginn der Fastenzeit bis Pfingsten in der liturgischen Tradition der katholischen und der orthodoxen Kirche, betont die Gemeinsamkeiten und erklärt die Unterschiede.

Unterschiede in der Fastenzeit

So gibt es etwa in der Orthodoxie zusätzlich zu der 40-tägigen Fastenzeit, die hier an einem Montag beginnt und am Freitag vor Palmsonntag endet, noch eine zusätzliche dreiwöchige "Vorfastenzeit" zur Einstimmung. Auch die "Heilige und Große Woche" (orthodox) oder "Karwoche" (katholisch) vor Ostern setzt in den einzelnen Gottesdiensten unterschiedliche Akzente.

Der Text ist auf den Internetseiten der Deutschen Bischofskonferenz (www.dbk.de) abrufbar oder kann als Druckexemplar dort bestellt werden. Es ist bereits die zweite gemeinsame Veröffentlichung zum Thema "Das Kirchenjahr in der Tradition des Ostens und des Westens". Vor zwei Jahren wurde die Reihe mit einer Broschüre über den Sonntag als den "Urfeiertag" der Christen eröffnet.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDurch das Jahr: Das Schaukelfest Ostern
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Fasten- und Osterzeit

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.dbk.de

Text: Öffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Archiv
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