
Papst Benedikt XVI., hier mit einem orthodoxen Geistlichen.
Benedikt XVI. zur Ökumene-Gebetswoche
Fehlende Einheit der Christen gefährdet Glaubwürdigkeit
Vatikanstadt. Die fehlende Einheit der Christen gefährdet nach Ansicht Benedikts XVI. die Glaubwürdigkeit des Christentums. Wenn alle Christen gemeinsam das Evangelium verkündeten, wäre die Verbreitung der Botschaft erfolgreicher, sagte der Papst bei der Generalaudienz am Mittwoch (18.01.2012) im Vatikan.
Zwar seien die Gemeinsamkeiten bei fundamentalen Glaubenswahrheiten größer als die Unterschiede zwischen den kirchlichen Gemeinschaften. Es blieben jedoch "Spaltungen" bestehen, die "Verwirrung und Misstrauen auslösen", auch in praktischen und ethischen Fragen. Anlass der Äußerungen war die Gebetswoche für die Einheit der Christen.
Ökumene sei "nicht einfach Nettigkeit und Zusammenarbeit", hob Benedikt XVI. hervor. Sie benötige vielmehr einen tiefen Glauben an Gott. Jeder einzelne Christ sei für die Ökumene verantwortlich. Auch über die Gebetswoche hinaus solle die Bitte um Einheit zum festen Bestandteil des Gebets der Gläubigen werden. Christen sollten sich stets bewusst sein, dass sie die Einheit nicht selbst erwirken könnten, sondern um sie bitten müssten, sagte der Papst.
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Dossier: Papst Benedikt XVI.
Übersicht: Ökumene
Gebetswoche für die Einheit der Christen in Münster (17.01.2012)
Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
18.01.2012
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