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24.05.2012
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Solidaritätstreffen im Heiligen Land

Israel und Palästina: Bischöfe fordern Verhandlungslösung

Jerusalem. Mit einem Aufruf zu Toleranz haben katholische Bischöfe aus aller Welt ihr 13. Solidaritätstreffen im Heiligen Land beendet. Voraussetzung für dauerhaften Frieden sei das Recht beider Völker, in Sicherheit und innerhalb international anerkannter Grenzen in souveränen Staaten zu leben, heißt es in der am Donnerstag (12.01.2012) veröffentlichten Schlussbotschaft: "Wir machen uns die Überzeugung zu eigen: Pro-israelisch zu sein muss heißen, pro-palästinensisch zu sein."

Die Bischöfe begrüßten die Rückkehr der Parteien zu Gesprächen und betonten die Dringlichkeit einer Verhandlungslösung. Beide Seiten riefen sie zu Toleranz und mutiger Führerschaft auf, damit der Dialog nicht durch Extremismus und Intoleranz gefährdet werde. "Besatzung und Unsicherheit, Angst und Frustration dominieren das Leben der Menschen in diesem Land", heißt es weiter. Trotz gravierender Probleme seien auch Hoffnungszeichen auszumachen, etwa die wachsende Pilgerzahl, Projekte interreligiöser Zusammenarbeit sowie die Wohnungsbauprojekte des Lateinischen Patriarchats in Jerusalem und der Kustodie der Franziskaner.

Fortschritte gibt es nach Ansicht der Bischöfe auch in den Verhandlungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Israel. Im Streit um den Abendmahlssaal auf dem Jerusalemer Zionsberg zeichne sich ein Fortschritt ab, sagte der Bischof von Nazaret, Patriarchalvikar Giacinto-Boulos Marcuzzo. Ein Lösungsentwurf sehe vor, dass der Franziskanerorden das umfassende Nutzungsrecht des Saals erhalte, der sich in staatlicher Hand befindet; dort könnten dann wieder Gottesdienste gefeiert werden.

Twal: Weltkirche soll sich für Heiliges Land einsetzen

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Fouad Twal, zeigte sich zufrieden mit dem Treffen, das in diesem Jahr "optimistischer und realistischer" gewesen sei. Er äußerte den Wunsch, die Weltkirche möge sich aktiver für Christen im Heiligen Land engagieren. Konkret regte Twal an, jede Diözese möge eine Unterkunft für eine christliche Familie im Heiligen Land finanzieren als Beitrag gegen die Abwanderung der Christen. Denkbar seien auch Partnerschaften mit Pfarreien im Heiligen Land sowie Stipendien.

An dem Treffen nahmen die Bischöfe Peter Bürcher (Reykjavik), Michel Dubost (Evry), Patrick Kelly (Liverpool), William Kenney (Birmingham), Richard Smith (Edmonton, Kanada) und Joan-Enric Vives (Urgell, Spanien) teil. Aus Deutschland war der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff vertreten.

Text: Bistumshandbuch: Bistumszeitung Kirche+LebenÖffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
12.01.2012

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