
Papst Benedikt XVI. Will im "Jahr des Glaubens" eine Revision der katholischen Glaubensverkündigung.
Papst zum "Jahr des Glaubens":
"Einheitliche Standards für kirchliche Verkündigung"
Vatikanstadt. Papst Benedikt XVI. will das von ihm ausgerufene "Jahr des Glaubens" zu einer Revision der katholischen Glaubensverkündigung nutzen. In am Donnerstag (05.01.2012) veröffentlichten Leitlinien rief der Vatikan die Bischofskonferenzen weltweit auf, ihre Lehr- und Informationsmaterialien zu überprüfen. Es müsse die "volle Übereinstimmung mit dem Katechismus der katholischen Kirche" gewährleistet sein. Insgesamt gelte es, die Qualität der kirchlichen Katechese zu verbessern.
Das Aktionsjahr soll vom 11. Oktober 2012 bis zum 24. November 2013 dauern und eine Neubelebung des christlichen Glaubens vor allem in den säkularisierten Ländern des Westens fördern. Mit der Initiative erinnert Benedikt XVI. an das vor 50 Jahren eröffnete Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965).
"Kreativer Dialog"
Auf diözesaner Ebene sollen dem Schreiben zufolge Konferenzen und Studientage einen "kreativen Dialog zwischen Glaube und Vernunft" fördern. Geplant sind auch Bußgottesdienste, um Gott "auch und besonders für die Sünden gegen den Glauben" um Vergebung zu bitten. Außerdem will der Vatikan die Wertschätzung der Eucharistie heben.
Benedikt XVI. selbst wird das "Jahr des Glaubens" mit einer feierlichen Messe eröffnen. Weitere große Veranstaltungen mit Beteiligung des Papstes sind eine Bischofssynode und der Weltjugendtag im brasilianischen Rio de Janeiro. Ferner sei ein "feierlicher ökumenischer Gottesdienst", vorgesehen, hieß es. Man wünsche auch andere Initiativen, "um für die Wiederherstellung der Einheit aller Christen zu beten und zu arbeiten".
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KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
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