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26.01.2015
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Mediensonntag.

Papst Benedikt: Der virtuelle Kontakt kann nie den persönlichen direkten Kontakt mit Menschen auf allen Ebenen unseres Lebens ersetzen.

Weltmediensonntag 2011 am 11.September

Papst Benedikt XVI. fordert mehr Respekt im Web

Vatikanstadt. Papst Benedikt XVI. hat ein verantwortungsbewusstes Verhalten im Internet und in sozialen Netzwerken angemahnt. In seiner Botschaft zum Weltmediensonntag 2011 (in Deutschland am 11. September) plädierte er für einen ehrlichen, offenen und respektvollen Kommunikationsstil.

Zugleich verwies er auf mögliche Gefahren; insbesondere jugendliche Nutzer könnten sich etwa in eine Art Parallelwelt flüchten. Der virtuelle Kontakt könne nie den persönlichen direkten Kontakt mit Menschen auf allen Ebenen unseres Lebens ersetzen, unterstrich der Papst in dem Dokument.

Potenzial des Internets sinnvoll nutzen

Der Pontifex rief dazu auf, das enorme, vielschichtige Potenzial des Internets sinnvoll zu nutzen. Dabei müsse auch die christliche Dimension präsent sein. Die neuen Technologien müssten in den Dienst des ganzheitlichen Wohls des Menschen und der gesamten Menschheit gestellt werden. "Wenn sie vernünftig genutzt werden, können sie dazu beitragen, das Verlangen nach Sinn, nach Wahrheit und nach Einheit zu stillen, das die tiefste Sehnsucht des Menschen bleibt."

Die "digitale Arena" der sozialen Netzwerke biete viele neue Formen der Kommunikation, schrieb der Papst. Sie ermögliche es, neue Formen interpersonaler Beziehungen einzugehen, beeinflusse zugleich aber auch die Selbstwahrnehmung. Damit stelle sich "unvermeidlich die Frage nach der Korrektheit des eigenen Handelns wie auch nach der Authentizität des eigenen Seins".

"Christlicher Stil der Präsenz in der digitalen Welt"

Es gebe einen "christlichen Stil der Präsenz auch in der digitalen Welt", hob der Papst hervor. Er bestehe in einer Form aufrichtiger und offener, verantwortungsvoller und respektvoller Kommunikation. Das bedeute nicht nur, religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil "konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die mit dem Evangelium übereinstimmen - auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird". Das bedeute, bei der Suche nach Begegnungen und "Freundschaften" im Netz authentisch zu bleiben und nicht der Illusion zu erliegen, künstlich das eigene öffentliche Profil zu schaffen".

Bei der Darstellung der christlichen Botschaft komme es auch im Internet nicht nur auf eine attraktive Präsentation und auf populäre Aspekte, sondern auch auf Vollständigkeit an, wandte sich der Papst an Internetnutzer. Es wäre falsch, die christliche Botschaft nur zur "Attraktion eines Augenblicks" zu machen. Auch wenn sie im virtuellen Raum des Internet verkündet werde, müsse sie immer in der wirklichen Welt und in Beziehungen zu den Mitmenschen deutlich werden. "Deshalb bleiben in der Weitergabe des Glaubens die direkten menschlichen Beziehungen immer fundamental", so der Papst.

Zweiter Sonntag im September

Der 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel wird steht in diesem Jahr unter dem Motto "Wahrheit, Verkündigung und authentisches Leben im digitalen Zeitalter". Die Botschaft des Papstes zum Mediensonntag wird in der Regel zum 24. Januar des jeweiligen Jahres veröffentlicht. In Deutschland wird dieser Welttag immer am zweiten Sonntag im September begangen.

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  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.dbk.de

Text: göc, Öffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Norbert Ortmanns
07.09.2011 

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