Immer mehr Philippiner sagen aus Kostengründen ab
Weltjugendtag: Vier Bistümer verbieten Reise aus Birma
Rangun / Manila / Madrid. Jugendliche aus vier Bistümern in Birma (Myanmar) dürfen auf Geheiß der Kirchenleitung nicht zum Weltjugendtag nach Madrid reisen. Das hätten die Bischöfe entschieden, zitiert die asiatische Nachrichtenagentur Ucanews den Direktor der Nationalen Katholischen Jugendkommission, Pater Gerald Pho Khwa.
Die Behörden hätten von den Bischöfen und Jugenddirektoren aller Diözesen eine Garantie verlangt, dass kein Jugendlicher den Weltjugendtag zur Flucht nutzt. Nach dem Treffen 2008 in Sydney hatten fünf Jugendliche aus den vier betroffenen Diözesen Asyl in Australien beantragt. Birma wird seit 1962 vom Militär oder ihm nahestehenden Administrationen autoritär regiert. Die bekannteste Bürgerrechtlerin, die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, stand bis November 2010 insgesamt 15 Jahre lang unter Hausarrest.
Flugtickets aus Manila zu teuer
Unterdessen sagen offenbar immer mehr Philippiner aus Kostengründen ihre Reise nach Spanien ab. Die philippinische Delegation habe ursprünglich 436 jugendliche Pilger umfasst, heißt es auf der Internetseite der Bischofskonferenz. Konkrete Zahlen zu Absagen werden nicht genannt.
Der Jugendbeauftragte der Bischofskonferenz, Conegundo Garganta, verwies darauf, dass ein Flugticket von Manila nach Madrid und zurück umgerechnet 1.300 Euro koste. Hinzu kämen die Kosten für Registrierung, Unterkunft und Verpflegung während des Treffens.
Am Weltjugendtag 2008 hatten den Angaben zufolge 800 Philippiner teilgenommen. Das katholische Land gehört zu den ärmsten der Welt. Ein Drittel der 90 Millionen Einwohner des südostasiatischen Inselstaates muss von weniger als zwei Dollar pro Tag leben.
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Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, jjo
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