
Wertvorstellungen wie Treue, Verständnis oder Toleranz von werden als wichtigste Voraussetzung gesehen.
Umfrage:
Treue wichtig für funktionierende Partnerschaft
Baierbrunn. Untreue ist einer Umfrage zufolge für die Deutschen in einer Partnerschaft ein absolutes Tabu. Das hat eine jetzt in Baierbrunn veröffentlichte Erhebung der GfK Nürnberg ergeben.
Danach ist Treue bei Männern und Frauen mit 64 beziehungsweise 65,3 Prozent die oberste Grundvoraussetzung für eine gute Beziehung. In den vergangenen zehn Jahren habe sich daran nichts geändert. Dies belege ein Vergleich mit einer bereits 2001 zu diesem Thema durchgeführte Befragung.
Weg von der gegenseitigen Abhängigkeit
Die Ergebnisse damals und heute zeigten jedoch auch, dass die Deutschen über eine gut funktionierende Beziehung mittlerweile doch etwas anders denken würden als früher, heißt es in der Mitteilung weiter. So würden Wertvorstellungen wie Treue, Verständnis oder Toleranz von ähnlich vielen Männern und Frauen durchaus als wichtigste Voraussetzung gesehen. Allerdings sei ein Einstellungswandel erkennbar, weg von der gegenseitigen Abhängigkeit und bedingungslosen Liebe hin zu einer gleichberechtigten Partnerschaft.
Seien 2001 für eine gute Partnerschaft unbedingtes Vertrauen, Ehrlichkeit und andauernde Liebe genannt worden, so habe sich dies gewandelt. Heute stünden Faktoren wie intensive Gespräche, dem Partner Freiheiten zugestehen, ein harmonisches Sexualleben und gegenseitige Abstimmung vermehrt im Vordergrund. Kaum geändert habe sich dagegen in den zehn Jahren die Auffassung, dass es in einer funktionierenden Beziehung ruhig Meinungsverschiedenheiten geben dürfe. Nur 3,7 Prozent (2001: 5,4 Prozent) glaubten, in einer harmonischen Beziehung auch möglichst immer einer Meinung sein zu müssen.
Die GfK Marktforschung Nürnberg befragte im Auftrag der "Apotheken Umschau" 2.028 Personen ab 16 Jahren, 2001 waren es 2.589 gewesen.
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KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Norbert Ortmanns
25.06.2011
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