Ohne staatliche Gelder finanziert
Weltjugendtag in Madrid kostet 50 Millionen Euro
Madrid. Der im August in Madrid stattfindende Weltjugendtag mit Papst Benedikt XVI. wird rund 50 Millionen Euro kosten. Das bestätigte am Montag (13.06.2011) in einem Radiointerview der Finanzchef der Veranstaltung, Fernando Gimenez Barriocanal.
Dabei werde das Treffen den spanischen Steuerzahler keinen einzigen Euro kosten, unterstrich Gimenez. Im Gegenteil: Das religiöse Ereignis, zu dem rund zwei Millionen Gläubige in der spanischen Hauptstadt erwartet werden, dürfte Spanien sehr wahrscheinlich einen wirtschaftlichen Gewinn von rund zehn Millionen Euro bringen, so Gimenez weiter.
Falschmeldungen vermeiden
Wie der Finanzchef weiter erläuterte, war der Spanischen Bischofskonferenz gerade mit Blick auf die dramatische Wirtschaftslage des Landes sehr daran gelegen, diese Zahlen öffentlich zu machen, um Missverständnisse oder Falschmeldungen zu vermeiden. Gerade von linken Parteien und Parlamentariern erhielt die spanische Regierung von Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero bereits mehrere Anfragen über die Kosten, welche der Staat für den Papstbesuch übernehmen müsse.
Der Weltjugendtag, der vom 16. bis 21. August 2011 stattfindet, werde von verschiedenen Stiftungen sowie Spenden von Unternehmen und Privatleuten finanziert, so Gimenez. Dabei stammen rund 70 Prozent der Gelder aus den Beiträgen der Teilnehmer. Die restlichen 30 Prozent kämen von privaten Sponsoren. Koordiniert werden die Geld- und Sachspenden von der Stiftung "Fundacion Madrid Vivo", der bereits mehr als 100 spanische Unternehmen angeschlossen sind. Gimenez verwies jedoch auch auf den Einsatz freiwilliger Helfer sowie der spanischen Pfarrgemeinschaften, von Schulen und Familien; dadurch würden die Kosten für die Durchführung des Massenevents enorm verringert.
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Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
13.06.2011
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