
Papst Benedikt: Die Kirche muss ihre missionarische Arbeit intensivieren.
"Das gesamte Leben prägen"
Papst: Christen müssen offen für moderne Welt sein
Vatikanstadt. Papst Benedikt XVI. hat die Christen zu grundsätzlicher Offenheit gegenüber der modernen Welt ermuntert. Das Christentum sei etwas Lebendiges und könne alles aufnehmen, "was es in der Moderne an Gutem gibt", sagte er am Montag (30.05.2011) bei einer Audienz für Mitglieder des neu geschaffenen päpstlichen Rates zur Neuevangelisierung. Wer eine schwierige Beziehung zur Moderne habe, müsse lernen, dass das Christsein kein Kleidungsstück sei, das man nur privat oder zu besonderen Anlässen überstreife, sondern das gesamte Leben prägen müsse.
Der im Juni 2010 gegründete Rat zur Förderung der Neuevangelisierung tagt derzeit in seiner ersten Vollversammlung. Der Papst bekundete seine Freude darüber, dass der Rat, der "im Moment der Krise im christlichen Leben eine besondere Antwort" geben solle, damit nun Gestalt angenommen habe.
Gott aus dem Leben der Menschen ausgeschlossen
In einigen Ländern sei Gott aus dem Leben der Menschen ausgeschlossen, und es herrsche Gleichgültigkeit gegenüber dem christlichen Glauben, so Benedikt XVI. In dieser veränderten Situation müsse die Kirche ihre missionarische Arbeit intensivieren. Die Glaubensverkündigung sei heute schwieriger als in der Vergangenheit. Insbesondere komme es auf einen glaubwürdigen Lebensstil der Christen an.
Der neu gegründeten Kurienbehörde, die sich um die Glaubensvermittlung weltweit kümmern soll, gehören insgesamt 19 Mitglieder an. Unter ihnen sind auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, der Wiener Kardinal Christoph Schönborn sowie mehrere Berater aus Ordensgemeinschaften und neuen geistlichen Bewegungen.
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KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
30.05.2011
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