
Die Zahl der Priester geht in den deutschen Diözesen immer weiter zurück.
"Vielfalt an Gaben und Diensten in der Kirche entdecken"
Zollitsch: Gott will durch Priestermangel aufrütteln
Würzburg. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sieht im Priestermangel ein Zeichen Gottes. "Ich bin davon überzeugt, dass Gott uns durch die zurückgehenden Priesterzahlen auch aufrütteln will, die Vielfalt an Gaben und Diensten in der Kirche zu entdecken und damit neue Wege zu erkunden, wie alle ihre Verantwortung in der Kirche wahrnehmen können", sagte Zollitsch am Montag (11.04.2011) in Würzburg bei einem Meinungsaustausch mit Verantwortlichen kirchlicher Bewegungen und geistlicher Gemeinschaften.
Nach den Worten des Freiburger Erzbischofs war es das erste derartige Treffen auf überdiözesaner Ebene. Zollitsch würdigte seine Gesprächspartner als Hoffnungsträger für Kirche und Gesellschaft. Denn sie richteten den Blick auf die Möglichkeiten Gottes und reihten sich nicht einfach ein "in die große Gruppe derer, die vor allem mit Klagen und Jammern beschäftigt sind".
Zollitsch forderte die kirchlichen Bewegungen und geistlichen Gemeinschaften auf, ihre Erfahrungen mit Wachstumsprozessen im Glauben für die Kirche in Deutschland fruchtbar zu machen. So hätten sie fast alle Erfahrungen mit Gottesdienstformen, die von Laien gestaltet und geleitet würden. Sie hätten außerdem "einen neuen Stil des Kircheseins" entwickelt. Diese Erfahrungen sollten in den begonnenen innerkirchlichen Dialogprozess einfließen.
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Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
12.04.2011
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