
Das Programm des Papstbesuchs im September in Deutschland steht fest.
Längere Begegnung mit Vertretern der evangelischen Kirche
Programm des Papstbesuchs in Deutschland steht fest
Bonn. Vom bevorstehenden Deutschlandbesuch Papst Benedikts XVI. erhoffen sich die deutschen Bischöfe ein Signal des Aufbruchs für die Kirche. "Ich bin überzeugt, dass die Reise einen belebenden Schwung in unsere Kirche und unser Land trägt", erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, am Dienstag (12.04.2011) bei der Veröffentlichung des offiziellen Reiseprogramms in Bonn.
Zu den Höhepunkten der Reise im September gehören demnach Treffen mit Spitzenvertretern aus Politik und Religion. So soll es in Erfurt zu einer mehr als einstündigen Begegnung mit Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland kommen. Weitere Zusammenkünfte mit muslimischen und jüdischen Repräsentanten sind den Angaben zufolge ebenfalls fest eingeplant. Ort und Zeit stünden bislang allerdings noch nicht fest.
Treffen mit Merkel geplant
Die genauen Termine sollen "einige Wochen" vor Reisebeginn veröffentlicht werden. Dies gilt auch für ein Treffen zwischen Benedikt XVI. und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie die vorgesehenen Gespräche mit Bundestagspräsident Norbert Lammert und Vertretern des Bundesverfassungsgerichts.
Für die öffentlich zugänglichen Veranstaltungen mit dem Papst, darunter die großen Gottesdienste in Berlin, Erfurt und Freiburg, zu denen jeweils bis zu 100.000 Teilnehmer und mehr erwartet werden, sollen den Angaben zufolge ab Mitte Mai Einlasskarten erhältlich sein. Über das Anmeldeverfahren sowie den aktuellen Stand der Programmplanungen informiert ab sofort auch die von der Bischofskonferenz betriebene Internetseite www.papst-in-deutschland.de.
Berlin: Messe am Schloss Charlottenburg
Erste Station des Papstbesuchs ist Berlin, wo Benedikt XVI. am Donnerstag, 22. September, mittags im Schloss Bellevue von Bundespräsident Christian Wulff empfangen wird. Nachmittags begibt sich der Papst dann in den Bundestag, wo er eine Rede vor den Abgeordneten hält. Für den Abend ist ein Gottesdienst vor dem Schloss Charlottenburg vorgesehen.
Am Freitag, 23. September, fliegt Benedikt XVI. von Berlin nach Erfurt. Außer der Begegnung mit den EKD-Vertretern im Augustinerkloster, einer der wichtigsten Wirkungsstätten von Reformator Martin Luther, steht ein Treffen mit der Ministerpräsidentin Thüringens auf dem Programm. Es schließt sich eine Vesperfeier in der rund 90 Kilometer nordwestlich von Erfurt gelegenen Wallfahrtskapelle Etzelsbach an.
Erfurt: Gottesdienst erst am Samstag
Am Samstag, 24. September, reist der Papst nach einem großen Gottesdienst auf dem Erfurter Domplatz weiter ins Erzbistum Freiburg, dem Heimatbistum des Bischofskonferenz-Vorsitzenden Zollitsch. Erwartet wird Benedikt XVI. gegen Mittag auf dem Flughafen Lahr, wo er vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten begrüßt wird. Anschließend fährt der Papst nach Freiburg, wo er nach einer Besichtigung des mitten in der Stadt gelegenen Münsters ein Bad in der Menge nehmen wird.
Auch in Freiburg soll es laut Programm zu einem ökumenischen Austausch kommen, diesmal mit Vertretern der orthodoxen Kirche. Daran schließt sich ein Abendgebet mit Jugendlichen auf dem Freiburger Messegelände an. Am Sonntag, 25. September, findet auf dem Freiburger Flughafen ein Gottesdienst statt, bevor der Benedikt XVI. nach einem Mittagessen mit den deutschen Bischöfen und einer Begegnung mit "in der Kirche und Gesellschaft engagierten Katholiken" eine Grundsatzrede im Freiburger Konzerthaus halten wird. Im Anschluss begibt sich der Papst wieder zurück zum Flughafen Lahr. Von dort fliegt er zurück nach Rom.
Mehr zum Thema in kirchensite.de:
Dossier: Papst Benedikt XVI.
VIDEO: Vorbereitungen für den Papst (17.03.2011)
Der erste Deutschland-Besuch: Weltjugendtag in Köln 2005
Der zweite Deutschland-Besuch: Bayern 2006
Mehr zum Thema im Internet:
Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Archiv
12.04.2011
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