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30.07.2016
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307 Professoren und Dozenten haben unterzeichnet

Kirchenreform-Memorandum: Positive Bilanz gezogen

Bonn. Rund fünf Wochen nach der Veröffentlichung eines Memorandums katholischer Theologieprofessoren zu Reformen in der Kirche haben die Initiatoren von einem großen Erfolg gesprochen. Die Bilanz nach Schließung der Liste: Insgesamt 307 Professoren und Dozenten haben den Aufruf unterzeichnet, darunter 239 aus dem deutschsprachigen Raum und 68 aus anderen Ländern.

Der Sprecher der Initiatoren, der Mainzer katholische Theologe Gerhard Kruip, sagte am Mittwoch (09.03.2011) der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Bonn, er habe nicht mit einer so großen Resonanz gerechnet. Von den 239 Unterzeichnern aus dem deutschsprachigen Raum waren nach seinen Angaben 185 aus Deutschland. Darunter befanden sich 119 aktive Professoren und 66 emeritierte Hochschullehrer. Bei insgesamt 384 katholischen Lehrstühlen in der Bundesrepublik hätten also rund 34 Prozent das Memorandum unterzeichnet.

Viele Ordensleute unter den Unterzeichnern

In der im Internet unter www.memorandum-freiheit.de veröffentlichten Erklärung mit dem Titel "Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch" plädieren die Theologen unter anderem für eine stärkere Beteiligung der Gläubigen an der Bestellung von Amtsträgern, die Priesterweihe auch von Verheirateten, eine verbesserte kirchliche Rechtskultur und mehr Respekt vor individuellen Lebensentscheidungen. Menschen, die in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften oder als wiederverheiratete Geschiedene Liebe und Treue lebten, dürften nicht einfach ausgeschlossen werden.

Kruip verwies darauf, dass auch Theologen aus den verschiedensten Ländern das Memorandum unterzeichnet hätten. Er habe zudem zahlreiche Mails von Hochschullehrern aus dem Ausland erhalten, die die Inhalte unterstützten, sich jedoch wegen befürchteter Sanktionen nicht trauten, zu unterzeichnen. Wegen größerer Unabhängigkeit fänden sich verhältnismäßig viele Ordensleute unter den Unterzeichnern.

Zahlreiche Unterstützer

Der Aufruf der Theologen hat zu einer lebhaften Debatte über Reformen in der katholischen Kirche geführt. Mehr als 25.000 Personen unterzeichneten den Aufruf www.kirchenaufbruch-jetzt.de, mit dem unter anderem die Kirchenvolksbewegung das Memorandum unterstützt.

Weitere 10.000 Unterschriften gingen auf der ebenfalls am Mittwoch geschlossenen Unterstützerliste des Memorandums ein. Ein eigener Aufruf katholischer Religionslehrer sammelte 331 Unterschriften. Auch 292 Priester und Diakone der Erzdiözese Freiburg und 24 Priester und Diakone der Diözese Würzburg unterzeichneten einen unterstützenden Aufruf.

Reaktion konservativer Kreise

Als Reaktion auf das Memorandum veröffentlichten konservative Kreise eine "Petition Pro Ecclesia", die mittlerweile von 10.938 Katholiken unterzeichnet wurde (www.petitionproecclesia.wordpress.com). Darin werden die Bischöfe aufgefordert, den Zölibat in seiner heutigen Form zu erhalten und Aufweichungstendenzen unter katholischen Theologen entschieden entgegenzutreten.

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Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.memorandum-freiheit.de
  2. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.kirche2011.de
  3. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.kirchenaufbruch-jetzt.de
  4. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.petitionproecclesia.wordpress.com

Text: Öffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
09.03.2011

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