Militärbischof Overbeck: Offenes Ohr für Soldaten gehabt
Kirchen äußern "Respekt und Dank" für zu Guttenberg
Berlin. Mit "Respekt und Dank" haben die großen Kirchen den Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) aufgenommen. Der neue katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck erklärte am Dienstagabend (01.03.2011), in einer Situation des Wandels der Bundeswehr habe Guttenberg immer ein offenes Ohr für die Probleme und Anliegen der Soldaten gehabt. Auch wenn er ihn nicht mehr persönlich kennengelernt habe, danke er dem scheidenden Verteidigungsminister für seine "guten stärkenden Worte", die er der Militärseelsorge habe zukommen lassen.
Ähnlich äußerte sich der evangelische Militärbischof Martin Dutzmann. Der Rücktritt Guttenbergs erfolge mitten in der von ihm mit angestoßenen Reform der Bundeswehr. Diese sei noch lange nicht abgeschlossen und bedürfe noch "entscheidender Weichenstellungen" in vielen Details. "Daran werden seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger und alle für die Bundeswehr Verantwortlichen intensiv arbeiten müssen", sagte Dutzmann.
Guttenberg hatte am Dienstagmittag (01.03.2011) seinen Rücktritt von allen politischen Ämtern bekanntgegeben. Als Begründung führte er die Debatte um seine offenbar in weiten Teilen ohne Nachweis kopierte Doktorarbeit an und die Tatsache, dass er "den höchsten Ansprüchen", die er an sich selbst anlege, nicht mehr entsprechen könne.
Der Tübinger Ethiker Dietmar Mieth forderte, auch nach dem Rücktritt Guttenbergs müsse die Politik über den Umgang mit der Plagiats-Affäre nachdenken. "Man kann nicht auf der einen Seite den Wissenschaftsstandort Deutschland hervorheben und fördern, auf der anderen Seite aber die dazu notwendigen Regelungen im Verletzungsfalle durch einen Minister wie eine 'quantite negligeable' behandeln", erklärte Mieth.
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KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
02.03.2011
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