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24.05.2012
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Aktuelle Umfragen:

Vertrauen in Kirchen stark zurückgegangen

Leipzig / München. Die Kirchen haben in den vergangenen Monaten bundesweit stark an Ansehen eingebüßt. Das Vertrauen in sie sank seit 2009 von 51 auf jetzt 36 Prozent, wie die Leipziger Volkszeitung (12.11.2010) meldet.

Nach einer von ihr in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage unter 1.000 Erwachsenen vertrauen den Kirchen jetzt 28 Prozent der Ostdeutschen und 38 Prozent der Westdeutschen. Vor Jahresfrist waren es noch gut ein Drittel der Ostdeutschen und über die Hälfte der Westdeutschen.

Von 34 auf 25 Prozent zurückgegangen ist zudem das Vertrauen in die Parteien im Bundestag, von 47 auf 34 Prozent gar das in die schwarzgelbe Regierungskoalition. Von 32 auf 25 Prozent verminderte sich das Ansehen der Banken. Annähernd gleich bleibende Spitzenwerte mit über 80 Prozent verzeichnen dagegen die Polizei und mit mehr als 60 Prozent die Bundeswehr. Das Ansehen der Gewerkschaften stieg sogar von 42 auf 48 Prozent.

Papst ist für viele Deutsche keine Leitfigur

Für über 50 Prozent der Deutschen stellt der Papst keine moralische Instanz dar, an der man sich orientieren sollte. Das ergibt eine am Donnerstag (11.11.2010) in München veröffentlichte repräsentative Umfrage des Wissensmagazins "P.M. Perspektive". Auch unter Katholiken sagte danach nur jeder Zweite, dass er sich am Urteil des Papstes orientieren mag, wenn es um Fragen der Moral und Ethik geht. Befragt wurden im September 1002 Personen.

Insgesamt erklärten 59 Prozent aller Befragten, dass der Papst für sie "eher nicht" oder "auf keinen Fall" eine moralische Deutschlandweit orientiert sich laut Umfrage jeder sechste Befragte (16 Prozent) in Moralfragen ganz sicher am Papst, weitere 17 Prozent bejahen dies mit einem einschränkenden "vielleicht". Dabei gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Allgemein bekennen sich mehr Männer zum katholischen Kirchenoberhaupt. Bei einem Fünftel aller befragten Männer (20 Prozent) ist der Papst auf jeden Fall eine moralische Instanz, während es bei den Frauen nur 13 Prozent sind.

Christentum mehrheitlich positiv bewertet

Zugleich sehen die Befragten das Christentum mehrheitlich positiv. Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) befürworten, dass christliche Werte in der deutschen Gesellschaft zukünftig eine größere Rolle spielen sollten. Diese Zustimmung steigt mit dem Alter: So sprechen sich nur 21 Prozent der 18- bis 29-Jährigen ganz sicher für einen höheren Stellwert christlicher Werte aus, bei den über 65-Jährigen mehr als doppelt so viele, nämlich 53 Prozent. Evangelische und katholische Konfessionsangehörige unterscheiden sich in dieser Frage nicht: Jeweils jeder Zweite spricht sich sicher für eine stärkere Betonung christlicher Werte aus.

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