
Papst Benedikt XVI.
Botschaft zum Mediensonntag
Papst ruft Priester zu stärkerer Nutzung des Internets auf
Vatikanstadt. Benedikt XVI. ruft die Priester zu einer stärkeren Nutzung des Internets auf. Die neuen Medien böten "seelsorgerisch unbegrenzte Perspektiven" und eröffneten eine "neue Epoche" der Glaubensverkündigung, schreibt der Papst in seiner Botschaft zum Mediensonntag, der in Deutschland am Sonntag (12.09.2010) begangen wird. Die Verbreitung und der "beträchtliche Einfluss" der neuen Kommunikationswege verpflichte die Kirche, diese Möglichkeiten engagierter zu nutzen. Der katholische "Welttag der sozialen Kommunikationsmittel" 2010 steht unter dem Motto "Der Priester und die Seelsorge in der digitalen Welt: Die neuen Medien im Dienst des Wortes".
Priester müssten ihre Leitungsfunktion auch in den Gemeinden der digitalen Welt ausüben, heißt es in der Botschaft. Sie werden aufgefordert, auch Blogs und Online-Videos zu Evangelisierung und Katechese zu nutzen. Ein "angemessener und kompetenter Gebrauch" des Internets soll nach Ansicht des Papstes Bestandteil der Priesterausbildung sein. Praktische Medienkenntnis solle sich mit einer soliden theologischen Vorbereitung und Spiritualität verbinden.
Ein Priester müsse in der "digitalen Welt sein Herz als Mann Gottes durchscheinen lassen" und dem "Kommunikationsstrom des Internet eine Seele geben". Das Wort Gottes werde sich "seinen Weg unter den unzähligen Schnittstellen im dichten Netz der Highways, die den Cyberspace durchziehen, bahnen".
Benedikt XVI. rief zu besonderer Aufmerksamkeit für Nichtglaubende und Menschen anderer Religionen auf. Das Internet verglich er mit dem "Haus des Gebetes für alle Völker", das der Prophet Jesaja ankündigte. Auf Gefahren einer missbräuchlichen Nutzung des Internets geht die Botschaft nicht ein. Auch pastoralpraktische Probleme wie Beichte und Sündenvergebung per Internet werden nicht angesprochen.
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KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
10.09.2010
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