
53.000 Messdiener aus ganz Europa reisen zur Ministrantenwallfahrt nach Rom.
Internationale Ministrantenwallfahrt: Oldenburger angekommen
Messdiener in Vanillefarbe
Rom / Oldenburger Land. 53.000 Messdiener werden in diesen Tagen in Rom erwartet. Aus ganz Europa reisen sie zur Internationalen Ministrantenwallfahrt an, um ihresgleichen und den Papst zu treffen. Rund 900 Messdiener aus dem Oldenburger Land haben die Ewige Stadt am Donnerstag (29.07.2010) bereits erreicht.
Den Kern der Begegnung bilden auf dem Petersplatz ein Programm mit Abendgebet am Dienstag (03.08.2010) und die Generalaudienz des Papstes am Folgetag. Eigens für die Messdiener verlässt Benedikt XVI. seine Sommerresidenz Castelgandolfo. Bei dem Anlass soll auch eine fünf Meter hohe Bronzestatue des Ministranten-Patrons Tarcisius gesegnet werden.
45.000 deutsche Teilnehmer
Veranstalter der Wallfahrt ist der "Coetus Internationalis Ministrantium" (CIM), ein freiwilliger Zusammenschluss von Haupt- und Ehrenamtlichen der Messdienerpastoral. In Rom sollen die jungen Pilger Bekanntschaften mit Messdienern aus anderen Nationen knüpfen. Damit das leichter fällt, tragen sie Halstücher in unterschiedlichen Farben: Gelb steht für Österreich, Schwarz für die Schweiz, Grün für Italien; vereinzelt wird man Albaner mit blauen, Serben mit türkisfarbenen Tüchern sehen. Vor allem aber Vanillefarbe: Die Deutschen stellen mit rund 45.000 Mädchen und Jungen auch diesmal das mit Abstand größte Kontingent.
Gestärkt werden soll die Gewissheit, nicht allein zu sein: "Minis müssen im Alltag Flagge zeigen", sagt Peter Hahnen, Referent für Ministrantenpastoral bei der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz. Sich am Altar zu engagieren, sei eben "nicht so selbstverständlich wie vor 30 Jahren". Bei der Messdienerwallfahrt träfen sich Jugendliche, die in den Pfarrgemeinden fest beheimatet seien. Deshalb sei die aufwendige Reise nach Rom "kein Strohfeuer".
Reisebus-Maut wird ausgesetzt
Bei der erhöhten Innenstadt-Maut für Reisebusse ist die Stadt Rom den Organisatoren der Ministrantenwallfahrt entgegen gekommen. Die Abgabe für Busse, die das Zentrum Roms befahren, wird während des Treffens nicht erhoben. "Wir sind allen Beteiligten unter anderem von Vatikan, Deutscher Bischofskonferenz, Pilgerzentrum, Stadtverwaltung, Botschaften und den Verkehrsbetrieben dankbar", sagt Hahnen.
Ohne die Ausnahme wären für jeden Reisebus Kosten von 115 Euro entstanden. Wie die Stadt zuvor betont hatte, sei die Gebühr schon vor einem halben Jahr beschlossen worden. Auch Erzbischof Robert Zollitsch hatte sich als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz für eine Ausnahmeregelung für die Zeit der Messdienerwallfahrt stark gemacht.
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Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, gt | Foto: Michael Bönte
29. / 30.07.2010
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