Papst Benedikt gedachte der Opfer
Kirchen betroffen über Katastrophe bei Love Parade
Duisburg. Papst Benedikt XVI. hat seinen tiefen Schmerz über die Tragödie von Duisburg geäußert. Bei seinem Angelus-Gebet gedachte er am Sonntagmittag (25.07.2010) in Castelgandolfo der jungen Menschen, die auf tragische Weise ums Leben gekommen seien. Für die Toten, ihre Angehörigen und Freunde sowie für die vielen Verletzten erbitte er "den Trost und Beistand des Heiligen Geistes", sagte das Kirchenoberhaupt.
Die Kirchen im Ruhrgebiet reagierten mit Betroffenheit auf das Unglück bei der Love Parade in Duisburg reagiert. "Dass so viele junge Menschen, die fröhlich und unbeschwert feiern wollten, ihr Leben verloren haben, erfüllt mich mit großem Schmerz", sagte der Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck ebenfalls am Sonntag. In Gedanken und im Gebet sei er bei den Opfern, ihren Angehörigen, Familien und Freunden. Auch der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker rief zum Gebet für die Opfer auf.
Totenglocke für die Opfer geläutet
Bei einer Massenpanik in einem Tunnel auf dem Zugangsweg zum Festivalgelände auf dem Alten Güterbahnhof von Duisburg waren am Samstagabend 19 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 300 Personen wurden verletzt. Die Techno-Party wird seit 2007 im Ruhrgebiet gefeiert.
Die Evangelische Kirche im Rheinland verdoppelte nach der Katastrophe die Zahl der Notfallseelsorger vor Ort von 15 auf 30. In der nahe dem Unglücksort gelegenen katholischen Kirche Sankt Gabriel wurde am Sonntagvormittag die Totenglocke für die Opfer geläutet.
Aus für die Love Parade
Unterdessen gab der Veranstalter laut Medienberichten das Aus für die Love Parade bekannt. Es habe sich bislang immer um eine "friedliche Veranstaltung und fröhliche Party" gehandelt, so Organisator Rainer Schaller in Duisburg. Künftige Veranstaltungen würden von den tragischen Ereignissen überschattet sein. Deswegen solle es keine Fortsetzung mehr geben.
Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
26.07.2010
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