Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles  >  Kirche heute
24.05.2012
Artikel drucken
Logo kirchensite.
Papst Benedikt XVI.

Der Papst hält einer Mannschaft in Weiß die Daumen. Nicht ausgeschlossen, dass am Mittwoch Benedikt XVI. am Bildschirm die Daumen drückt.

Ein Herz für Deutschland

Papst Benedikt XVI., der Fußball und der Mittwoch

Vatikanstadt. Die "Hand Gottes", Argentiniens Trainer Maradona, ist schon nach Hause gefahren - nach einer 0:4-Pleite gegen das in Freude vereinte "Schland". Glaubt man der Yellow Press und Papstbruder Georg Ratzinger, so ist dafür am Samstagabend im Vatikan aber ein Daumen hochgegangen: der Daumen des Stellvertreters Christi auf Erden.

"Im Sport schlägt sein Herz ein bisschen für die Heimat", verriet der ältere Bruder der Münchner Boulevardzeitung "tz" über Papst Benedikt XVI. "Da drückt er schon Deutschland die Daumen und freut sich, wenn er darüber informiert wird, dass sie gewonnen haben." Ein Herz für Deutschland, noch dazu im Verborgenen - das wird doch wohl nicht gleich die Neutralität des Amtes als universales Kirchenoberhaupt berühren.

Eher ein intellektueller Zugang

Denn bislang hat sich Benedikt XVI. beim Thema Fußball-WM ganz abseits gehalten. Anders als sein Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, der sogar immer mal wieder als Kommentator zum Mikrofon greift, gilt Benedikt XVI. nicht als Fußballverrückter. Sein Vorgänger Johannes Paul II. (1978-2005), in der Jugend eine Sportskanone und noch als junger Papst ein veritabler Skifahrer vor dem Herrn, war gar von Borussia Dortmund, Schalke 04 und vom FC Barcelona als Ehrenmitglied geführt.

Der Theologen-Papst Joseph Ratzinger nähert sich dem Phänomen Fußball eher auf seine eigene Weise: Noch als Kardinal wählte er einst einen intellektuellen Zugang zu der ontologischen Problematik, wie das Runde ins Eckige gelangen kann.

"Tun ohne Zweck und ohne Nötigung"

In einer aus früheren Jahren stammenden Reflexion über die Fußball-WM spricht er von einem "Tun, das ganz frei ist, ohne Zweck und ohne Nötigung, und das dabei doch alle Kräfte des Menschen anspannt und ausfüllt". Im Heraustreten aus dem versklavenden Ernst des Alltags handele es sich um eine "versuchte Heimkehr ins Paradies", in den "freien Ernst dessen, was nicht sein muss und gerade darum schön ist".

Der Fußball, so meint der Papst, nötige den Menschen, zunächst sich selbst in Zucht zu nehmen, "so dass er durch Training die Verfügung über sich gewinnt, durch Verfügung Überlegenheit und durch Überlegenheit Freiheit". Diese sei im Mannschaftsspiel Fußball einzubinden in das disziplinierte Miteinander, vereint im gemeinsamen Ziel.

Ein "faires Gegeneinander"

Es dürfte statthaft sein, dies in die Worte Sepp Herbergers zu übersetzen: "Elf Freunde müsst ihr sein." Die fußballerische Schule des Lebens geht für den Papst aber über das eigene Team hinaus. Das Spiel lehre ein "faires Gegeneinander, bei dem die gemeinsame Regel, der man sich unterstellt, in der Gegnerschaft das Verbindende und Einende bleibt".

Und in dieser Frage bleibt Benedikt XVI. keineswegs theoretisch. Im März 2006 etwa sandte er vor dem Länderspiel Italien gegen Deutschland einen Appell gegen Intoleranz und Diskriminierung, nachdem es zuvor in italienischen Stadien wiederholt zu Ausschreitungen und ausländerfeindlichen Parolen gekommen war. Nach Kirchenangaben war es das erste Mal in 2.000 Jahren Christentum, dass sich ein Papst in dieser Art zu einem Fußballspiel zu Wort meldete.

Zahlreiche Fußballtrikots als Geschenk

Den zurückhaltenden Benedikt XVI. selbst zieht es offenbar trotzdem noch weniger auf den grünen Rasen als auf den roten Teppich. Dabei hätte er theoretisch einen hervorragenden Ausstatter an der Hand: Adriano Stefanelli, der dem Papst die traditionellen roten Slipper aus Kalbsleder fertigt, lieferte nach eigenen Angaben auch schon mal Fußballschuhe in den Apostolischen Palast. Adressat war allerdings der Kardinalstaatssekretär.

Fußballtrikots hat dagegen auch Benedikt XVI. während seiner fünfjährigen Amtszeit in so großer Zahl geschenkt bekommen, dass er eine eigene Mannschaft damit ausstatten könnte - wenn nicht die Hemden alle die Nummer 16 trügen.

Papst vor dem Bildschirm?

Immerhin ist nun heraus: Der Papst hält einer Mannschaft in Weiß die Daumen. Das schadet sicher nicht, wenn Deutschland am Mittwochabend (07.07.2010) auf einen Gegner aus einem katholisch geprägten Land trifft: Spanien. Nicht ausgeschlossen, dass dann auch Benedikt XVI. am Bildschirm die Daumen drückt.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Papst Benedikt XVI.

Text: göc, Alexander Brüggemann, Öffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte  
05.07.2010

    1. Dossier: Papst Benedikt XVI.

Bibelarbeit

Unterwegs nach Emmaus: Kleopas und sein Freund.

Dossier: Maria

Maria ist die Mutter Jesu Christi - und hat daher eine besondere Stellung im christlichen Glauben.

Heilige und Selige

Das Bistum Münster kann auf viele Frauen und Männer zurückblicken, die ein herausragendes Zeugnis für den christlichen Glauben abgelegt haben.

Bischof Felix Genn

Sein Leben – sein Wirken – seine Texte.

Das aktuelle VIDEO...

Grüße vom Katholikentag (1): Aufbruch gelingt ...

Landvolkshochschule

Mit einem Festakt wurde der langjährige Direktor der Landvolkshochschule "Schorlemer Alst", Johannes K. Rücker, in den Ruhestand verabschiedet.

Neues Seelsorgekonzept

Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.

Durch das Jahr

Liturgie und Brauchtum zu Pfingsten: Ein wenig Geist und viel Frühling.

Kommunionempfang

Erzbischof Robert Zollitsch setzt sich weiterhin dafür ein, dass Katholiken auch nach Scheidung und Wiederheirat die Kommunion empfangen können.

Wir beten für Sie!

KLOSTERFÜRBITTE im Monat Mai: St.-Franziskus-Haus in Nordwalde.

Mit der Bibel leben

Ich bin das A und O.

Sterbebegleitung

Wann beginnt das Sterben? Was erwartet mich auf meinen letzten Wegen vor dem Tod? Kann ich mich und meine Verwandten auf diese Wege vorbereiten?

Ehegericht

Mit seinen rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt sich Offizial Kurt Schulte größtenteils mit so genannten Ehenichtigkeitskeitsverfahren.

Wallfahrtsorte

Vinnenberg: Muttergottes vom Himmelreich.

Marienmonat

Als schönster Monat des Jahres soll der Mai der "schönsten aller Frauen" geweiht sein. Maialtäre und Maiandachten entstammen einer barocken Frömmigkeitstradition.

Verbände

Christliche Arbeiter-Jugend.

Heiligenlexikon

30. Mai: Heilige Johanna von Orléans.

Service für Sie

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web

Spruch des Tages

Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten.
Aristoteteles

Reden, Fragen, Antworten finden

im "Haus der Seelsorge" hat man ein offenes Ohr für Sie


Seelsorger im Mai:
Pfarrer Martin Weber.

Seelsorger/-innen

Haus der SeelsorgeHaus der Seelsorge

Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Lebenshilfe+Seelsorge: 
  Martin Weber
  weberkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand