Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles  >  Kirche heute
24.05.2012
Artikel drucken
Logo kirchensite.

Nebulöses Beschnuppern

Der Runde Tisch Missbrauch startet

Berlin. Anderthalb Stunden für Begrüßung und Meinungsaustausch der 60 Teilnehmer, eine Viertelstunde Redezeit für die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung und eine Viertelstunde für den zukünftigen Zeitplan: So sieht die erst kurz vorab bekanntgewordene Tagesordnung des Runden Tisches "Sexueller Missbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich" aus. Am Freitag kommt das Gremium erstmals zusammen.

Eingeladen haben die Bundesministerinnen für Familie, Justiz und Bildung, Kristina Schröder (CDU), Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und Annette Schavan (CDU). Und es scheint, dass die zunächst öffentlichen Querelen zwischen den Ministerien im Hintergrund weitergehen. Etwa bei der Besetzung des Gremiums, um die bis zuletzt gerungen wurde.

Zu den Teilnehmern, die am Mittwoch aus Parteikreisen bekanntgegeben wurden, zählt jetzt auch die Vorsitzende des Runden Tisches Heimerziehung, Antje Vollmer. Die katholische Kirche stellt fünf Vertreter, darunter den Missbrauchs-Beauftragten der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Stephan Ackermann, den ehemaligen Provinzial der deutschen Jesuiten, Stefan Dartmann, und den Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Karl Jüsten. Für die Evangelische Kirche nimmt der Ratsbevollmächtigte, Bernhard Felmberg, teil.

Zwei Arbeitsgruppen

Die inhaltliche Arbeit spielt sich indes eh nicht im Plenum, sondern in den zwei Arbeitsgruppen ab. Die eine befasst sich - unter Leitung von Leutheusser-Schnarrenberger - mit der Aufklärung und Aufarbeitung vergangener Missbrauchsfälle. Auch Fragen nach Verjährung und Entschädigung kommen hier auf den Tisch.

Die zweite Arbeitsgruppe - unter Leitung Schröders - nimmt den Bereich Prävention in den Blick. Angedacht sind Interventions-Vorschläge, etwa in Form von Selbstverpflichtungen für pädagogische Einrichtungen. Bis Jahresende sollen Ergebnisse vorliegen, mindestens in Form eines Zwischenberichts.

Kritik der Grünen

"Im Mittelpunkt der Aufarbeitung müssen immer die Opfer stehen", das hatten die Bundesjustizministerin und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, nach ihrer Zusammenkunft vergangene Woche betont. Doch daran zweifelt die Opposition.

So kritisieren die Grünen, dass die Opfer-Perspektive zu kurz komme. Eine Reihe namhafter Opferverbände sei überhaupt nicht zur Teilnahme eingeladen, empörte sich Fraktionschefin Renate Künast. Die Teilnehmerliste freilich sieht mehr als ein halbes Dutzend Hilfsorganisationen vor, darunter die Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren, den Arbeitskreis Opferhilfen, den Weißen Ring und den Kinderschutzbund.

"Präventionskonzepte gibt es"

Maren Kolshorn vom "Frauennotruf e.V." bringt die Irritationen der anderen Verbände auf den Punkt: "Wenn die Bundesfamilienministerin sagt, es müssten Präventionskonzepte erarbeitet werden, können wir nur sagen: Die haben wir schon längst erarbeitet. Fragt uns halt."

Rasch bemühte sich Bildungsministerin Schavan daraufhin um Beruhigung. Auch Opferorganisationen und Experten, die nicht direkt zum Runden Tisch eingeladen seien, könnten ihre Positionen einbringen.

Verjährungsfristen

Die SPD sieht vor allem Nachbesserungsbedarf bei den Verjährungsfristen. Sie seien nicht einheitlich geregelt und zu kurz, kritisierte Fraktionsvize Olaf Scholz. Die SPD schlägt deshalb vor, eine einheitliche Verjährungsfrist von 20 Jahren nach Vollendung des 18. Lebensjahrs zu beschließen. Leutheusser-Schnarrenberger dürfte damit kein Problem haben.

Derzeit verjährt sexueller Missbrauch von Kindern 20 Jahre nach dem 18. Geburtstag des Opfers. Zivilrechtlich verjährt ein solcher Fall bereits 3 Jahre nach dem 21. Geburtstag des Geschädigten. Diese Frist solle verlängert werden, hatte Leutheusser-Schnarrenberger angekündigt.

Anderthalb Stunden Tagungszeit

Ein Eckpunktepapier von Union und FDP plädiert laut Zeitungsberichten sogar dafür, dass zivilrechtliche Entschädigungsansprüche erst nach 30 Jahren verjähren.

Bis allerdings der Runde Tisch zu derart konkreten Empfehlungen findet, dürfte es noch dauern. Mehr als ein erstes gegenseitiges Beschnuppern der Teilnehmer wird es am Freitag wohl kaum geben

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Kindesmissbrauch

Text: Karin Wollschläger, Öffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
21.04.2010

Bibelarbeit

Unterwegs nach Emmaus: Kleopas und sein Freund.

Dossier: Maria

Maria ist die Mutter Jesu Christi - und hat daher eine besondere Stellung im christlichen Glauben.

Durch das Jahr

Liturgie und Brauchtum zu Pfingsten: Ein wenig Geist und viel Frühling.

Glaubenswissen

Frömmigkeit - Gesamthaltung des gläubigen Menschen vor Gott.

Wohnungsnotfallhilfe

In einer Wohnung oder einem Haus zu wohnen, ist für Jeden selbstverständlich und lebensnotwendig.

Bischof Felix Genn

Sein Leben – sein Wirken – seine Texte.

Heilige und Selige

Das Bistum Münster kann auf viele Frauen und Männer zurückblicken, die ein herausragendes Zeugnis für den christlichen Glauben abgelegt haben.

Neues Seelsorgekonzept

Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.

Kommunionempfang

Erzbischof Robert Zollitsch setzt sich weiterhin dafür ein, dass Katholiken auch nach Scheidung und Wiederheirat die Kommunion empfangen können.

Wir beten für Sie!

KLOSTERFÜRBITTE im Monat Mai: St.-Franziskus-Haus in Nordwalde.

Mit der Bibel leben

Ich bin das A und O.

Verbände

Christliche Arbeiter-Jugend.

Kirche von A bis Z

Marienerscheinung: Mittlerrolle der Mutter Jesu

Glaubens-ABC

Marienverehrung: Magd des Herrn

Marienmonat

Als schönster Monat des Jahres soll der Mai der "schönsten aller Frauen" geweiht sein. Maialtäre und Maiandachten entstammen einer barocken Frömmigkeitstradition.

Sterbebegleitung

Wann beginnt das Sterben? Was erwartet mich auf meinen letzten Wegen vor dem Tod? Kann ich mich und meine Verwandten auf diese Wege vorbereiten?

Trauerseelsorge

Hilfe bei berufsethischen Fragen.

Service für Sie

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web

Spruch des Tages

Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten.
Aristoteteles

Reden, Fragen, Antworten finden

im "Haus der Seelsorge" hat man ein offenes Ohr für Sie


Seelsorger im Mai:
Pfarrer Martin Weber.

Seelsorger/-innen

Haus der SeelsorgeHaus der Seelsorge

Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Lebenshilfe+Seelsorge: 
  Martin Weber
  weberkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand