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30.09.2016
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Margot Käßmann.

Margot Käßmann.

Rücktritt der EKD-Vorsitzenden

Respekt für die Entscheidung von Bischöfin Käßmann

Hannover. Margot Käßmann ist von ihren Ämtern als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und als hannoversche Landesbischöfin zurücktreten. "Mein Herz sagt mir ganz klar: Ich kann nicht mit der notwendigen Autorität im Amt bleiben", sagte Käßmann am Mittwoch (24.02.2010) vor Journalisten in Hannover. Ihr gehe es neben dem Amt aber auch um "Respekt und Achtung vor mir selbst und meine Gradlinigkeit, die mir viel bedeutet". Käßmann will Pastorin in Hannover bleiben.

Die Bischöfin hatte am vergangenen Samstag (20.02.2010) mit ihrem Dienstwagen in Hannover eine rote Ampel missachtet. Bei einer anschließenden Polizeikontrolle wies sie 1,54 Promille Alkohol im Blut auf. Ihr droht nun ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit am Steuer.

Alkoholfahrt "Fehler, den ich zutiefst bereue"

In der Pressekonferenz, die nur wenige Minuten dauerte, sprach Käßmann von einem "schweren Fehler, den ich zutiefst bereue". Sie dankte ihren Mitarbeitern, die ihr in "manchem Sturm" die Treue gehalten hätten sowie ihren Kindern. Die Theologin wörtlich: "Ich danke meinen vier Töchtern, die diese Entscheidung mittragen und auch heute hier anwesend sind, was nicht selbstverständlich ist."

Noch am Dienstag (23.02.2010) hatte der Rat der EKD seiner Vorsitzenden einmütig sein Vertrauen bekundet. Die 51-Jährige hatte das Spitzenamt erst vor vier Monaten vom Berliner Bischof Wolfgang Huber übernommen; seit 1999 war sie Bischöfin der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland. Bis zur Wahl eines Nachfolgers für Käßmann bei der nächsten Tagung der Synode im Herbst wird ihr Stellvertreter, der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider (62), den Rat kommissarisch leiten.

Kirchen und Politik äußern Bedauern

Schneider und die Präses der EKD-Synode, Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt, äußerten ihr Bedauern. "Die Gradlinigkeit und Klarheit in ihren theologischen, sozialpolitischen und gesellschaftspolitischen Positionen werden der evangelischen Kirche in Deutschland fehlen", erklärten sie. Ihr Rücktritt sei "ein schwerer Verlust für den deutschen Protestantismus".

Die kirchenpolitischen Sprecher aller im Bundestag vertretenen Parteien äußerten Bedauern über ihren Rücktritt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, bekundete Käßmann in Freiburg Respekt für ihre Entscheidung und bedauerte den Rücktritt. Er kenne Frau Käßmann als einen Menschen, der bereit sei, Verantwortung zu übernehmen. Zollitsch versicherte die ehemalige Ratsvorsitzende seines Gebets und betonte, er wünsche ihr Kraft in dieser schweren Situation. Bei Gelegenheit wolle er auch persönlich mit ihr sprechen. Von ihrem Nachfolger erwarte er eine Fortsetzung der ökumenischen Kontakte, die sie stets gepflegt habe.

Niedersachsens Bischöfe danken für Zusammenarbeit

Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle nahm den Rücktritt von Margot Käßmann "mit großem Respekt und Mitgefühl" zur Kenntnis. Trelle, in dessen Bistum der evangelische Bischofssitz Hannover liegt, dankte für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Der Schritt Käßmanns habe die niedersächsischen Bischöfe "sehr berührt", sagte Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück. Er äußerte sich am Rande der Vollversammlung der Bischofskonferenz in Freiburg auch im Namen des Vechtaer Weihbischofs Heinrich Timmerevers. "Als katholische Mitchristen tragen wir mit an dieser für sie und die ganze evangelische Kirche belastenden Situation", betonte Bode. Er dankte ihr zugleich "für das gute und vertrauensvolle ökumenische Miteinander in Niedersachsen".

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  1. undefinedKäßmann ist neue Ratsvorsitzende (28.10.2009)
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  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ekd.de

Text: Öffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
25.02.2010

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