
Grüße an Athleten, Organisatoren und freiwillige Helfer der Winterspiele übermittelte Papst Benedikt XVI.
Olympische Winterspiele in Vancouver
Kirchen fordern Fairness und Teamgeist
Vatikanstadt / Bonn. Papst Benedikt XVI. hat den Athleten, Organisatoren und freiwilligen Helfern der am Freitag (12.02.2010) beginnenden Olympischen Winterspiele in Vancouver seine Grüße übermittelt. Der Sport könne einen wirkungsvollen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben der Völker und dem Aufbau einer neuen Zivilisation der Liebe leisten, schreibt das Kirchenoberhaupt in einer Botschaft an den Erzbischof von Vancouver, Michael Miller.
In dem Schreiben richtet sich der Papst auch ausdrücklich an die Teilnehmer der Paralympischen Winterspiele. Weiter hebt Benedikt XVI. besonders die ökumenische Initiative "More than Gold" hervor, die sich neben der materiellen Hilfe vor allem die geistliche Begleitung von Athleten, Besuchern und freiwilligen Helfern zur Aufgabe gemacht hat. Die XXI. Olympischen Winterspiele finden vom 12. bis 28. Februar 2010 im kanadischen Vancouver statt. An den paralympischen Wettkämpfen nehmen vom 12. bis 21. März 2010 behinderte Sportler teil.
Impulsheft für deutsche Athleten
Die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland haben vor den Olympischen Winterspielen an Fairness und Teamgeist appelliert. Bei keinem anderen Wintersportereignis träfen Menschen aus so vielen Nationen und Kulturen aufeinander, schreiben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, und die Ratsvorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischöfin Margot Käßmann, in einem Impulsheft für die deutschen Athleten.
"Als Ebenbild Gottes ist der Mensch nicht das ganze Maß aller Dinge, sondern er erkennt seine Grenzen - wie seine Verantwortung für den Mitmenschen und die Umwelt, in der er lebt", heißt es darin. Die Spitzensportler und andere Teammitglieder sähen sich immer wieder mit dieser Verantwortung konfrontiert - "Verantwortung für die Teamkollegen oder die sportlichen Gegner, ohne die es keine Wettkämpfe gäbe", so Zollitsch und Käßmann.
Das Impulsheft "Mittendrin" bietet den Sportlern biblische Texte, Gebete und Meditationen. Das Heft sei eine Einladung zu kurzen täglichen Auszeiten. Bischöfin Käßmann und Erzbischof Zollitsch freuten sich auf spannende Wettkämpfe: "Wir wünschen Ihnen ein unvergessliches Sportfest mit fairen Wettkämpfen, vielen guten Begegnungen und eine gesunde Rückkehr nach Hause."
Zwei deutsche Olympiapfarrer
Die beiden deutschen Olympiapfarrer in Vancouver sind Thomas Weber (evangelisch) und Hans-Gerd Schütt (katholisch). Nach Ansicht von Pfarrer Hans-Gerd Schütt hat das Beten positive Auswirkungen auf den sportlichen Wettkampf. "Es kann zur seelischen Stabilität beitragen und auch motivierend sein", sagte Schütt der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Gebet und Erfolg bestehe jedoch nicht, so der 51-jährige Geistliche. "Beten ersetzt kein gutes Training und keine gute Vorbereitung."
Mehr zum Thema in kirchensite.de:
Dossier: Papst Benedikt XVI.
Bilanz von Olympia-Pfarrer Schütt: Unbehagen und Fragezeichen (25.08.2008)
Olympiapfarrer Schütt betreut die deutsche Mannschaft: Balsam für Sportlerseelen (06.08.2008)
WM-Pfarrer Schütt: Für die Kirche am Ball (30.05.2006)
Mehr zum Thema im Internet:
Text:
KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH | Foto: Michael Bönte
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