
Klaus Haacker beschreibt in seinem Buch, wie Paulus wurde, was er war.
Medientipp
Paulus – Wie er wurde, was er war
Die Briefe des Apostels Paulus sind ein wichtiger Bestandteil des Neuen Testaments; ohne Paulus und seine schriftstellerische Tätigkeit hätte das Christentum sich wohl anders entwickelt. Um die Schriften des Apostels besser zu begreifen, kann es hilfreich sein, einen Blick auf sein Leben und die Quellen seiner Theologie zu werfen. Diesen Blick ermöglicht das Buch "Paulus, der Apostel" von Klaus Haacker mit seinen Studien.
Der Autor will zum besseren Verständnis der Theologie es Paulus und deren Nachwirkungen in der europäischen Kirchen- und Geistesgeschichte beitragen. Hierzu werden die jüdische Sozialisation des Apostels und sein Weg zum christlichen Glauben widergegeben. Es handelt sich jedoch weniger um ein historisches als vielmehr um ein wissenschaftliches Buch.
Der emeritierte Professor für Neues Testament verankert seine Studien zum Werdegang des Missionars an Bibelstellen und erläutert entsprechende Hintergründe und Zusammenhänge. Die Aussagen anderer Wissenschaftler nimmt er kritisch in Augenschein. Der Leser erfährt, was auf fundiertes Wissen beruht, wo Vermutungen aufgestellt und welche Erkenntnisse als zutreffend eingeschätzt werden.
Auf den 176 Seiten – wovon jedoch 56 dem Anhang zufallen – vergleicht Haacker Selbstaussagen des Paulus mit Fremdaussagen, Schlussfolgerungen und Forschungsergebnisse. Die spannenden Erkenntnisse, die der Neutestamentler liefert, können ein Anreiz sein, die paulinischen Texte mit anderen Augen zu lesen und zu hören.
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Klaus Haacker
Paulus, der Apostel
Wie er wurde, was er war
Katholisches Bibelwerk 2008
176 Seiten, gebunden, 18,90 Euro
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Text: Petra Eßmann | Foto: pd
05.01.2010
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