
Papst Benedikt XVI.
"Weihnachten ist kein Kindermärchen"
Papst beklagt politische Lage in Betlehem
Vatikanstadt. Fünf Tage vor Weihnachten hat Papst Benedikt XVI. die aktuelle politische Lage in Jesu Geburtsstadt Betlehem beklagt. In der Symbolstadt für den Frieden herrschte heute keinesfalls stabile Ruhe, vielmehr suchten die Menschen mühsam und voller Erwartung nach Frieden, sagte er am Sonntag (20.12.2010) bei seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz.
Bei klirrender Kälte erinnerte Benedikt XVI. vor mehreren zehntausend Gläubigen auf dem Petersplatz an die biblischen Prophezeiungen, wonach der messianische Frieden von Betlehem seinen Ausgang nimmt. Trotz der schwierigen aktuelle Lage ergehe auch in diesem Jahr von Betlehem aus wieder die weihnachtliche Friedensprophezeiung an alle Menschen, sagte der Papst.
Christen sollen als Instrumente und Boten des Frieden agieren
Sie verpflichte die Christen, in Konflikten, Abgrenzungen und Dramen - auch wenn sie unbekannt oder verborgen sind - als Instrumente und Boten des Frieden zu agieren. "Sie sollen Liebe bringen, wo Hass herrscht, Vergebung wo es Beleidigungen gibt, Friede wo Trauer herrscht und Wahrheit dort, wo Irrtum dominiert", sagte der Papst.
Der Papst unterstrich überdies die zentrale Botschaft von Weihnachten als Tag der Geburt Christi und als Friedensfest. "Weihnachen ist kein Kindermärchen, sondern die Antwort Gottes auf das Drama der Menschheit, die nach Frieden sucht", sagte er bei seinem Angelusgebet
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KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Archiv
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