Stellungnahme einer Initiative des Cusanuswerks
Studenten fordern Begrenzung des Kohlendioxid-Ausstoßes
Bonn / Kopenhagen. Die Begrenzung des Temperatur-Anstiegs auf zwei Grad sowie den langfristigen Ausstieg aus der Verbrennung fossiler Energieträger haben Vertreter der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk gefordert. Eine entsprechende Stellungnahme leitete eine Gruppe von Stipendiaten des katholischen Begabtenförderungswerks am Mittwoch (09.12.2009) an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) weiter. Das teilte das Cusanuswerk in Bonn mit.
Die "Initiative 2 Grad", die aus aktuellen und ehemaligen Cusanern besteht, wendet sich mit ihrem Papier an die Bundesregierung, die Europäische Union und an die am Klimagipfel in Kopenhagen beteiligten Länder. Die Stipendiaten sprechen sich für eine Begrenzung des weltweiten Kohlendioxid-Ausstoßes aus. Das Budget von maximal 750 Milliarden Tonnen Kohlendioxid müsse gerecht verteilt werden, sagte Matthias Kalkuhl, Doktorand am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Mitautor des Papiers. Bei der Zuteilung müssten die Entwicklungsländer bevorzugt werden. Außerdem fordern die Studenten Forschungs- und Förderprogramme zugunsten klimafreundlicher Technologien.
Die Bischöfliche Studienförderung Cusanuswerk ist eines der zwölf deutschen Begabtenförderungswerke. Es fördert derzeit nach eigenen Angaben 1.100 Stipendiaten während des Studiums oder der Promotion. Die "Initiative 2 Grad" ist ein studentischer Arbeitskreis des Cusanuswerks zu klimapolitischen Fragen.
Das Positionspapier wird auch von Stipendiaten des evangelischen Studierendenwerks Villigst unterstützt, außerdem vom Landeskomitee der Katholiken in Bayern und von Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD). Im Internet hatten Anfang Dezember bereits mehr als 800 weitere Unterstützer das Papier unterschrieben.
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Text: Georg Thomas
11.12.2009
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