
Papst Benedikt XVI.
Angelus-Gebet auf dem Petersplatz
Mahnende Worte des Papstes zum Klimagipfel
Vatikanstadt. Papst Benedikt XVI. hat im Vorfeld des Klimagipfel in Kopenhagen alle Menschen zu einem maßvollen und verantwortungsvollen Lebensstil aufgerufen. Das gelte vor allem mit Blick auf die Armen und die künftigen Generationen, sagte er am Sonntag (06.12.2009) bei seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz.
Er erwarte sich von der Konferenz wirksame Maßnahmen zum Schutz der Schöpfung und zu einer solidarischen Entwicklung, die sich auf die Menschwürde gründeten und auf das Gemeinwohl ausgerichtet seien, sagte das Kirchenoberhaupt.
Von Gott in die Natur gelegten Gesetze respektieren
"Um der Konferenz einen vollen Erfolge zu garantieren, lade ich alle Menschen guten Willens ein, die von Gott in die Natur gelegten Gesetze zu respektieren und die moralische Dimension des menschlichen Lebens wiederzuentdecken", betonte der Papst vor mehreren Zehntausend Gläubigen auf dem Petersplatz.
Der Vatikan ist bei der am Montag in der dänischen Hauptstadt beginnenden UNO-Konferenz mit einer sechs Mitglieder zählenden Delegation unter Leitung des vatikanischen UNO-Vertreters, Erzbischof Celestino Migliore, vertreten.
Mehr Unterstützung für kinderreiche Familie
Überdies rief Papst Benedikt die Politik zu mehr Unterstützung für Familien - insbesondere für kinderreiche - auf. "Ich hoffe, dass sich überall wirksame politische Maßnahmen zum Schutz dieser Familien bilden", sagte der Papst.
Er wandte sich dabei an die italienische "Nationale Assoziation großer Familien", deren Vertreter beim Papstgebet Spruchbänder mit ihrem Motto "Mehr Kinder, mehr Zukunft" hochhielten.
"Kirche bedarf ständiger Läuterung"
Die Kirche bedarf nach Ansicht von Benedikt XVI. einer ständigen inneren Reinigung und Erneuerung. Ursache seien das sündhafte Verhalten ihrer Mitglieder, sagte er beim Mittagsgebet. In der Kirche gebe es einen "ständigen Kampf zwischen Wüste und Garten, zwischen der Sünde, die die Erde austrocknet, und der Gnade, die für Wasser sorgt und reiche Früchte der Heiligkeit hervorbringt". Anlass war eine Betrachtung des Papstes über das in Italien groß gefeierten Fest der unbefleckten Empfängnis Mariens am 8. Dezember.
Während Maria frei von Sünde sei, müsse sich die Kirche aufgrund der Fehler ihrer Mitglieder immer wieder neu reinigen, so der Papst. Anlässlich des Immaculata-Festes wird sich Benedikt XVI. am kommenden Dienstag zur Mariensäule nahe der Spanischen Treppe begeben und dort für die Stadt Rom und für die Welt beten.
Bei dieser Gelegenheit ist traditionell eine Begegnung und ein Gespräch des Papstes mit dem römischen Bürgermeister vorgesehen. Während das amtierende Stadtoberhaupt Giovanni Alemanno praktizierender Katholik ist, war die Mehrzahl seiner Vorgänger in der Nachkriegszeit Kommunisten - was diesen Treffen oft besondere Aufmerksamkeit verlieh.
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KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Archiv
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