Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles  >  Kirche heute
24.05.2012
Artikel drucken
Logo kirchensite.

Nach dem Besuch der Holocaust-Gedenkstätte:

Lob und Kritik für Papst-Rede in Jad Vaschem

Jerusalem / Bonn. Die Rede von Papst Benedikt XVI. in Jad Vaschem ist am Dienstag (12.05.2009) mit Lob und Kritik aufgenommen worden. Der Zentralrat der Juden in Deutschland äußerte sich enttäuscht. Auch israelische Medien beurteilten die Ansprache eher negativ. Dagegen zeigten sich Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz zufrieden. Der frühere israelische Botschafter in Israel, Avi Primor, verteidigte die Rede gegen Kritik. Er nannte ihre Kernaussagen "sehr richtig".

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sagte der "Bild"-Zeitung, die Kirche in Deutschland sei "dem Papst für seine klaren Worte – auch gegen jede Form des Antisemitismus - sehr dankbar". Er habe deutlich gemacht, dass jede Generation die Verpflichtung habe, "an das Geschehene zu erinnern" und alles zu tun, "dass sich der Holocaust nie wiederhole". Der Vorsitzende der Unterkommission für die Beziehungen zum Judentum, Aachens Bischof Heinrich Mussinghoff, nannte die Rede ein eindrucksvolles Zeugnis für Versöhnungswillen.

Knobloch: Geste halbherzig

Kritik kam von jüdischer Seite. Zentralrats-Präsidentin Charlotte Knobloch erklärte, der Papst habe mit seinem Aufruf zum Kampf gegen Antisemitismus zwar "ein positives Signal in Richtung Judentum ausgesandt". Die Geste erscheine jedoch halbherzig, weil eine klare Distanzierung von der Pius-Bruderschaft und deutliche Worte zum Holocaust-Leugner Richard Williamson gefehlt hätten. Zentralrats-Generalsekretär Stephan Kramer sagte dem Nachrichtensender N 24, Benedikt XVI. habe die von seinem Vorgänger Johannes Paul II. gesetzten hohen Maßstäbe nicht fortgesetzt.

Auch israelische Medien spiegelten überwiegend Enttäuschung über eine "verpasste Chance" wider. Die linksliberale Tageszeitung "Ha'aretz" schreibt: "Der Papst erwähnte in Jad Vaschem nicht den Anteil der Nazis am Holocaust". Das Massenblatt "Jedijot Achronot" meint: "Er bat nicht um Verzeihung". Verschiedentlich wurde der Präsident von Jad Vaschem, Rabbiner Meir Lau, zitiert, der enttäuscht über die Rede sei und persönlichere Worte des Bedauerns erwartet habe.

Vatikan weist Vorwürfe zurück

Der Vatikan wies unterdessen Vorwürfe israelischer Medien zurück, Benedikt XVI. habe sich beim Besuch in Jad Vaschem nicht genügend zur Schuldfrage sowie zu seiner deutschen Herkunft geäußert. Der Papst habe diese Themen bei vielen früheren Gelegenheiten ausführlich behandelt und dieses Mal andere Themen in den Mittelpunkt gestellt, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Dienstag (12.05.2009) in Jerusalem. Es sei unmöglich, in jeder Rede stets alle wichtigen Aspekte anzusprechen.

Entschieden wies Lombardi die Behauptung zurück, Joseph Ratzinger sei Mitglied der Hitlerjugend gewesen oder müsse sich als ehemaliger Wehrmachtssoldat für den Judenmord entschuldigen. Dass er gegen Kriegsende zusammen mit anderen Seminaristen als Flakhelfer eingezogen worden sei, sei keine freiwillige Entscheidung gewesen. Der heutige Papst sei alles andere als ein militaristischer Mensch. Auch Primor nahm Benedikt XVI. gegen die Kritik in Schutz. "Im Allgemeinen kommt der Papst in der Bevölkerung sehr gut an. Und er sagt auch das Richtige", sagte er N 24. Einschränkend fügte Primor hinzu, dass der Papst deutlichere Worte zur Schoah hätte wählen können.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet externen Link in neuem FensterPapst gedenkt der Holocaust-Opfer in Jad Vaschem (12.05.2009)
  2. Öffnet externen Link in neuem FensterPapst besucht Taufstätte Jesu (11.05.2009)
  3. Öffnet externen Link in neuem FensterPapst wirbt für Versöhnung zwischen den Religionen (10.05.2009)
  4. Öffnet externen Link in neuem FensterPapst beginnt Nahostreise in Jordanien: "Ich komme als Pilger" (08.05.2009)
  5. Öffnet externen Link in neuem FensterChristen verlassen oft das Heilige Land (06.05.2009)
  6. Öffnet externen Link in neuem FensterPapst will in Nahost Christen stärken und Dialog fördern (04.05.2009)
  7. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Papst Benedikt XVI.

Text: Öffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH
13.05.2009

    1. Größte Messe der Heilig-Land-Reise und Friedenslied
    1. Für Palästinenserstaat und gegen die Mauer

Bibelarbeit

Unterwegs nach Emmaus: Kleopas und sein Freund.

Mittwoch ist Chatzeit

Am Mittwoch zwischen 20.30 und 21.30 Uhr im Chat: Diakon Holger Meyer.

Durch das Jahr

Liturgie und Brauchtum zu Pfingsten: Ein wenig Geist und viel Frühling.

Dossier: Maria

Maria ist die Mutter Jesu Christi - und hat daher eine besondere Stellung im christlichen Glauben.

Glaubenswissen

Frömmigkeit - Gesamthaltung des gläubigen Menschen vor Gott.

Landvolkshochschule

Mit einem Festakt wurde der langjährige Direktor der Landvolkshochschule "Schorlemer Alst", Johannes K. Rücker, in den Ruhestand verabschiedet.

Kommunionempfang

Erzbischof Robert Zollitsch setzt sich weiterhin dafür ein, dass Katholiken auch nach Scheidung und Wiederheirat die Kommunion empfangen können.

Das aktuelle VIDEO...

Grüße vom Katholikentag (1): Aufbruch gelingt ...

Bischof Felix Genn

Sein Leben – sein Wirken – seine Texte.

Wir beten für Sie!

KLOSTERFÜRBITTE im Monat Mai: St.-Franziskus-Haus in Nordwalde.

Verbände

Christliche Arbeiter-Jugend.

Kirche von A bis Z

Marienerscheinung: Mittlerrolle der Mutter Jesu

Heiligenlexikon

30. Mai: Heilige Johanna von Orléans.

Ehegericht

Mit seinen rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt sich Offizial Kurt Schulte größtenteils mit so genannten Ehenichtigkeitskeitsverfahren.

Wallfahrtsorte

Vinnenberg: Muttergottes vom Himmelreich.

Marienmonat

Als schönster Monat des Jahres soll der Mai der "schönsten aller Frauen" geweiht sein. Maialtäre und Maiandachten entstammen einer barocken Frömmigkeitstradition.

Trauerseelsorge

Hilfe bei berufsethischen Fragen.

Service für Sie

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web

Spruch des Tages

Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten.
Aristoteteles

Reden, Fragen, Antworten finden

im "Haus der Seelsorge" hat man ein offenes Ohr für Sie


Seelsorger im Mai:
Pfarrer Martin Weber.

Seelsorger/-innen

Haus der SeelsorgeHaus der Seelsorge

Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Lebenshilfe+Seelsorge: 
  Martin Weber
  weberkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand