
Eine Zeichnung des St.-Vinzenz-Krankenhauses in Dinslaken zu Zeiten Schwester Euthymias.
Verehrungsorte der Seligen im Bistum
Euthymia auf der Spur
Halverde/Dinslaken/Münster. Es sind drei Orte, welche die Erinnerung an die selige Euthymia wachhalten und zur Verehrung einladen: Halverde, Dinslaken und Münster.
In Halverde bei Hopsten (Kreis Steinfurt), direkt an der Grenze zu Niedersachsen, wurde Emma Üffing 1914 geboren. Es war damals eine arme Gegend. Das Arbeiten war hart und das Leben kärglich, die landwirtschaftlichen Erträge bescheiden. Damals wie heute sind die Menschen in Halverde, das rund 1200 Einwohner zählt, bodenständig und tief mit ihrer Heimat verwurzelt. In Halverde sind es vor allem zwei Stellen, die an Schwester Maria Euthymia erinnern: Verbunden durch einen Gedenkweg sind dies Kirche und Elternhaus. Vor dem Haus erinnern ein Kreuz und ein Gedenkstein an Emma Üffing, die dort aufwuchs.
Das St.-Vinzenz-Hospital in Dinslaken am Niederrhein wurde - wie große Teile der Stadt – in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs zerstört. Der alte Eingang erinnert an den Bau, den auch Schwester Euthymia kannte. In der Kapelle ist noch ein Glasfenster hinter dem Altar aus Euthymias Zeit zu sehen. Hinter dem Krankenhaus befindet sich eine parkähnliche Anlage, die allen offen steht. Dort befand sich seinerzeit die St.-Barbara-Baracke, in der Schwester Euthymia ansteckend kranke Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aufopferungsvoll pflegte. An dieser Stelle erinnert ein Denkmal an die berühmteste Krankenschwester des Krankenhauses.
Die Grabkapelle von Schwester Euthymia befindet sich in Münster auf dem Zentralfriedhof. Mitten im Zentrum Münsters liegt das Mutterhaus der Clemensschwestern und die Raphaelsklinik. Dort wurde 2001 ein Gedenk- und Verehrungsort für Schwester Euthymia eingerichtet: das Euthymia-Zentrum. Eine Ausstellung erinnert an das Leben und Wirken der Seligen.
Im Altar der früheren Mutterhauskirche befindet sich eine Reliquie. Die Clemensschwestern bieten dort regelmäßige Gebetszeiten sowie Führungen an und stehen zum Gespräch bereit.
Text: Norbert Göckener in "
Kirche+Leben" / Foto: pd, 06.09.05
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