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23.05.2012
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Embryo

Die Mehrheit der Deutschen stellt sich gegen eine Forschung mit Stammzellen, die aus dem menschlichen Embryo gewonnen werden.

Deutliches Umfrage-Ergebnis

Deutsche sagen "Nein"

Berlin. Eine deutliche Mehrheit der Deutschen hat sich in einer Umfrage gegen die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen ausgesprochen. Nach der vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) im Januar 2007 in Berlin vorgestellten Untersuchung plädierten gut 59 Prozent von 1.000 Befragten dafür, die Forschung auf adulte Stammzellen zu beschränken. Diese werden aus dem Körper bereits geborener Menschen gewonnen.

Nur knapp ein Drittel sprach sich in der vom BVL in Auftrag gegebenen TNS-Infratest-Umfrage für eine embryonale Stammzellforschung aus. Bei Frauen fiel das Nein zu Forschung an Stammzellen aus Embryonen mit 63,7 Prozent deutlich stärker aus als bei Männern (46,5 Prozent). 41,4 Prozent der Männer waren für Arbeiten mit embryonalen Stammzellen.

Die BVL-Bundesvorsitzende Claudia Kaminski wertete die Erhebung als Beweis dafür, dass die Befürworter embryonaler Stammzellforschung eine Politik machten, "die gegen das steht, was die Mehrheit der Bevölkerung für richtig hält". Gesetzesentwürfe mit dem Ziel einer Lockerung bestehender Regelungen in Deutschland fänden keine Zustimmung in der Bevölkerung. Sie verwies zudem auf eine ähnliche Studie aus dem Jahr 2002. Die Ergebnisse beider Befragungen deckten sich sehr; das zeige eine Konstanz in der Haltung der Bevölkerung.

Ablehnung bei jüngeren Leuten höher

Laut Umfrage ist die Ablehnung der embryonalen Stammzellforschung unter Schülern (61,9 Prozent) und Volksschülern mit Lehre (59,9) oder Befragten mit einem mittleren Bildungsabschluss (57,3) größer als unter Abiturienten oder Hochschulabsolventen (53,1). In dieser Gruppe sprachen sich mit 40,8 Prozent die vergleichsweise meisten Personen für embryonale Stammzellforschung aus. Kaminski wertete die hohe Ablehnung unter jüngeren Befragten als besonders erfreulich.

83,1 Prozent der Befragten gaben an, embryonale und adulte Stammzellen zu kennen. Nur gut 16 Prozent konnten demnach mit beiden Begriffen nichts anfangen. Unter Volksschülern ohne Lehre äußerten noch über 67 Prozent, sie würden die beiden Arten von Stammzellen kennen.

Bei der nicht ausdrücklich als repräsentativ bezeichneten Umfrage kontaktierten die Meinungsforscher laut BVL Mitte Januar bundesweit 1.000 Personen ab 14 Jahren. Bewertungen nach religiöser Orientierung oder konfessioneller Bindung wurden nicht ermittelt. 2002 hatten bei nicht ganz identischen Fragen 69 Prozent der Deutschen eine Erlaubnis des Stammzellimports abgelehnt, wie er wenig später Gesetz wurde.

Text: Öffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: KNA
26.01.2007

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