
Zum Ende des Pontifikalamtes ließen sich die Ordensjubilare von den Weihbischöfen segnen.
"Tag der Ordensjubiläen"
Zeugen für Gottes Liebesweg
Bistum. Etwa 120 Ordenschristen, darunter zwei Ordensmänner, aus 15 Gemeinschaften im Bistum Münster haben im April 2008 in Münster am "Tag der Ordensjubiläen" teilgenommen. Sie konnten auf eine 25-, 40- oder 50-jährige Ordenszugehörigkeit zurückblicken. Im Anschluss an ein Pontifikalamt mit Diözesan-Administrator Franz-Josef Overbeck im St.-Paulus-Dom ließen sich die Ordensleute einzeln von Weihbischöfen aus dem Bistum segnen.
Vor den Ordensgemeinschaften stünden künftig "neue Wege", wenn sie durch ihr Lebenszeugnis den Glauben zu den Menschen brächten, so Overbeck in seiner Predigt. "Den Glauben vom Weg, der vom Tod zum Leben führt." In der Kirche brauche es Zeugen, welche diese "Logik der Gnade Gottes" ins Wort und zur Sprache brächten: "Es zählt nicht mehr das vom Leben Gewohnte, nämlich jene Logik, die unerbittlich von der Geburt auf den Tod zugeht."
Glanz dieses Weges
Für diesen "Liebesweg", dem Weg Gottes vom Tod zum Leben, gelte es Zeugnis zu geben, um Menschen dafür zu begeistern, so Overbeck weiter. "Denn wo immer Menschen im Glauben ihr irdisches Leben in der Weise ausrichten, dass sie durch den Tod hindurch ins Leben gehen, werden sie ihr Leben heute so zu gestalten suchen, dass der Glanz dieses Weges mit seinem Ziel den Alltag hier erhellt." Ordenschristen bezeugten diesen Weg eindrücklich und besiegelten ihn durch ihr Gelübde.
Im Sakrament erlebten die Ordensleute immer wieder neu und sehr innig dieses "tröstliche Mysterium" und könnten daraus Kraft für das eigene Zeugnis schöpfen. "Wie viele Schwestern und Brüder in den Orden haben um dieser Präsenz Christi willen ihr Leben in einem unaufdringlichen Alltag eingesetzt, gerade weil sie genährt und gekräftigt mit seiner Hingabe für uns alle sind."
Unaufdringlich – eindringlich
Dieser Weg im Glauben sei dabei keine "fromme Vertröstung", sondern wolle im Alltag im Kleinen und Großen Gestalt annehmen, so Overbeck: "Wie viele Stunden an Krankenbetten, an Betten von Sterbenden und Toten, wie viele Zeit mit Menschen in ihren alltäglichen Sorgen, wie viele Stunden des Gebetes – ohne aufzurechnen – stehen hinter dem, was wir Christen das Zeugnis vom Ineinander der Gottes- und Nächstenliebe nennen." Ordenschristen zeigten durch ihre in alltägliches Leben übersetzten Gelübde eine Präsenz Christi, die davon lebte, allen den Weg vom Tod zum Leben aufzuzeigen und "unaufdringlich wie eindringlich" bezeugen zu wollen.
Nach dem Pontifikalamt stand ein gemeinsames Mittagessen sowie ein Rückblick auf die Feierlichkeiten zum 75. Geburtstag von Altbischof Reinhard Lettmann in Bildern auf dem Programm.
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Text : Michael Bönte | Foto: Michael Bönte
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