
Die Vorsitzende des Diözesnkomitees der Katholiken im Bistum Münster, Margret Pernhorst.
Diözesankomitee gegen Stichtagsregelung
Nein zur embryonalen Stammzellforschung
Bistum. Das Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster hat sich entschieden gegen eine Verschiebung des Stichtags für den Import embryonaler Stammzellen ausgesprochen. Die Vorsitzende des Diözesankomitees, Margret Pernhorst aus Lüdinghausen, habe deshalb die Abgeordneten des Bundestages dazu aufgerufen, den Gruppenantrag "Keine Änderung des Stichtags im Stammzellgesetz – adulte Stammzellforschung fördern" zu unterstützen, gab das Komitee im April 2008 bekannt.
"Der Vorschlag der Bundesforschungsministerin Annette Schavan, einen neuen Stichtag für die Einfuhr und Verwendung embryonaler Stammzellen einzuführen, ist für das Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster nicht zu akzeptieren", so Pernhorst. Die Förderung von Forschungsinteressen dürfe niemals dazu führen, "dass Embryonen verzweckt und getötet werden".
Bislang dürfen deutsche Wissenschaftler nur mit embryonalen Stammzellen forschen, die vor dem 1. Januar 2002 im Ausland gewonnen wurden. "Eine Verschiebung des Stichtags führt dazu, dass abgesprochene Regelungen immer neu zur Disposition gestellt werden", sagte Pernhorst. Daher sei am bisherigen Stichtag festzuhalten. "Wir müssen uns stärker der Förderung der ethisch unbedenklichen Forschung an adulten Stammzellen zuwenden."
Die Vorsitzende des Diözesankomitees appelliert daher an die Abgeordneten, sich bei der Diskussion und Abstimmung im Bundestag auf die ethische Grundfrage nach der Menschenwürde zu besinnen. Der Schutz des ungeborenen Lebens und die Menschenwürde seien gegenüber der Forschungsfreiheit das höherwertige Verfassungsgut.
Text: pd | Foto: Michael Bönte
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