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23.05.2012
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Kleinkind

Etwa 70 Prozent aller Kinder in Deutschland werden in einer Ehe geboren.

Studie des Statistischen Bundesamtes

Häufigste Familienform: Ehe

Berlin. Trotz rückläufiger Zahlen bleibt die Ehe die tragende Familienform in Deutschland. Das geht aus der im Juli 2008 in Berlin vorgestellten Studie "Familienland Deutschland" des Statistischen Bundesamtes hervor. Ein weiteres Ergebnis: Bei rund der Hälfte der Familien mit zwei Elternteilen sind beide Partner erwerbstätig. Dessen ungeachtet ist das Armutsrisiko bei Familien mit mehr als drei Kindern überproportional hoch – genauso wie bei Alleinerziehenden.

Den Angaben zufolge sank die Zahl der Familien seit 1996 bis zum Berechnungsjahr 2007 um 857.000 oder neun Prozent auf 8,6 Millionen. Auch die Zahl der Eheschließungen ist laut Statistik seit 1990 rückläufig. Allerdings gaben sich zwischen 2002 und 2006 immer noch zwischen 370.000 und 400.000 Paare das Ja-Wort. Die Entscheidung falle aber immer später. Bei Männern stieg das Heiratsalter von durchschnittlich 28,5 auf knapp 33 Jahren, bei Frauen von 26 auf knapp 30 Jahre.

Wesentliche Motivation für die Ehe ist weiterhin die Familiengründung. So wurden trotz rückläufiger Zahlen im Jahr 2006 rund 70 Prozent aller Kinder innerhalb einer Ehe geboren. Von den unverheirateten Paaren mit Kindern gibt sich zudem ein beträchtlicher Teil zu einem späteren Zeitpunkt das Ja-Wort. Etwa drei von vier Familien sind Ehepaare mit minderjährigen Kindern. Bei Familien mit Migrationshintergrund haben vier von fünf Ehepaaren Kinder. In 18 Prozent der Fälle ist ein Elternteil alleinerziehend.

Elterngeld und Tagesbetreuung

Für das im Januar 2007 eingeführte Elterngeld wurden bis März 2008 laut Statistikamt 720.000 Anträge bewilligt. Der Väteranteil stieg im Laufe des Jahres 2007 von sieben auf zwölf Prozent. Leicht gestiegen ist auch die Zahl der Kinder unter drei Jahren in Tagesbetreuung auf nun 16 Prozent. Bei Drei- bis Fünf-Jährigen liegt der Anteil inzwischen bei knapp 90 Prozent, wobei ostdeutsche Familien weiterhin wesentlich stärker von der frühkindlichen Betreuung Gebrauch machen.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) sah in den Ergebnissen eine Bestätigung ihrer Politik. Dabei hob sie besonders das Elterngeld, den Ausbau der Kinderbetreuung sowie unterschiedliche Initiativen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf hervor.

Text: Öffnet externen Link in neuem FensterKNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
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